Und dann ward Corona

Kleines Sammelsurium zum kulturellen Zerfall, der Schlusspunkt einer aufsteigenden Hochkultur und die damit verbundene Abwärtsspirale.

Hier aber auch, Texte meines  Widerstands, die Auflehnung gegen die Laberkiste und die Lust eine Welt zu retten in Form eines Schuhs im Arsch eines jeden Klimaaktivisten.

Wieso Widerstand geil ist

Die aktuelle Zeitepoche, wir nennen diese das Jahr 2021, ist geprägt von breit gefächerter Gleichschaltung. Die Symbolik artikuliert sich, unübersehbar, in Form einer, vors Gesicht geschnallter, Hygienemaske, im öffentlichem Raum. Die Laberkisten schreien ununterbrochen aus allen Ecken „Wichtig ist …….“ und die Tragik, die Laberkisten werden immer kleiner, immer mobiler und immer fieser.  Eine Kultur der Lebensfreude, des Austausches, der Nähe und der Menschlichkeit wird geschrottet mittels Zwang und Repression.

Anfänglich nannten schlau glaubende Menschen diesen tragischen Umstand des Zerfalles eine Pandemie und wärens nicht die ständig röhrenden Laberkisten wär ich gar en Moment lang geneigt gewesen zu glauben was  schlau Glaubende rechtens erachteten. Doch die Maschinen drehten weiter und die Frage nach dem Zwecke der Maschinen rückte zunehmend in den Fokus.

In der Zeit einer Gleichschaltung fragt ich mich, wo ich zu stehen habe und wohin mein Glaube mich führen mag. Klar ist, wo Zwang herrscht ist es meine Pflicht, und vor allem meine Lust, mich dagegen aufzulehnen.

Widerstand

Widerstand ist die permanente Auseinandersetzung mit meinem Ich, meiner Einstellung. Meine alltägliche Beobachtung geschehende Ereignisse und die praktische Hinterfragung dieser. Die Suche nach subtiler, verhältnismässig angepasster Renitenz. Widerstand ist klug und hinterfragend oft aber unbequem.

Widerstand ist die Form erhabenen Hauptes sich aus diesem Geschehen auszuklinken.

Die Rebellen von gestern sind die scheiss Bünzlis von heute

Oder, als ich neulich auf der Strassenterrasse einer SP-Beiz ein Bier trinken wollte

Ironie der Geschichte, ich war einst, per einer langen Familientradition, die klassische SP-Wählerin doch dann kam Corona.

Da wollt ich zielstrebig mein Bier bestellen als ein harscher Ton die weiten der Sihlfeldstrasse erhalte. „Geschenk vom BAG“ hiess die Überschrift und der Schnauzer jener Gastronomin verlangte ein Aufsetzten der Hygienemaske während der Bierwartezeit, dies wohlverstanden auf Weiten einer offenen Sihlfeldstrasse. Ich, keine Frage, weder Maske dabei noch Maske auf so wie sichs gehört fürs gehörige Rebellinnentum.

Ja, die Lokalität dieser Negativerfahrung, die SP-Beiz schlechthin und die Moral der Geschichte, nicht nur unser Glatzkopfkönig ist SPler, nein, die ganze SP tickt so richtig scheisse.

Wie ists zu solch Kehrtwende gekommen, wie ists möglich dass die einst, für Menschen- und Bürgerrechte einstehende Sozialdemokratie heute mit Internierungslagern für Impfunwillige und Massenüberwachungssystemen liebäugelt.

Der Kern des Pudels ist schwer auszumachen noch eindeutig fixierbar. Zweierlei Hauptgründe seinen jedoch an dieser Stelle genannt.

Einerseits ist Macht was saugeiles und dies nicht erst seit „Donatien Alphonse François de Sade“. Linksgrüne Gruppierungen gewannen in Neuzeit zunehmend an politischem Einfluss. Die Zeiten als einst über Kampf und Aufstand in rauchigen Studentenbuden debattiert wurde sind längst passe. Edel und erhaben wirken sie heute, die Arbeitszimmer amtierender Bundesräte, Gewerkschaftsbosse und Swisspost-Oberhäupter. Zu geil an Schaltstellen zu sitzen und an den Hebeln zu ziehen.

Und dann kam Corona und eines der Linksgrünkernthemen, die Volksgesundheit, ermöglichte richtig geile gesellschaftspolitische Einflussnamen. Das Experimentierfeld genannt „bis wohin lässt sich eine breite Volksmasse verbiegen“ war eröffnet.  Allen ist klar, nach Coronakrise folgt die Klimakrise und ein Einstimmen auf unterwürfiges Verhalten, symbolisiert durch die permanent getragene Gesichtsverdeckung, ist durchaus Sinnvoll für weitere staatliche Kontrolle. Dass nun genau diese Linksgrün-Gruppierung, wie von Oberhand gelenkt, innige Zweisamkeit mit dem SVP Law & Order-Flügel pflegt, ist klar die Folge des Zeitgeistes.

So bleibt, zweifelsohne, das  tägliche Bild Gesichtsverdeckter Untertanen ein richtig intensiv, in der Hose abgehender Akt amtierender SP-Politiker. In diesem Sinne erklärt dies die Übervertretung frei herumlaufender „Mäsklis“ in der Bundeshauptstadt.

Aber zurück zu den arschbiederen Sozialdemokraten,

Zweiter Beweggrund für dies zunehmende Bünzlitum liegt ganz klar in der Entfremdung zur Arbeiterschaft. Wobei der Begriff Arbeiterschaft heute, zweifelsohne, etwas Komplexer geworden ist.  Klar indes, die grossen Tage der Maschinenindustrie sind längst Industriegeschichte. Die Reparatur grosser Escherwyss-Turbinen besorgen gut geschulte Norwegische Spezialisten. Zeitgleich baute sich die Sozialdemokratie ein Nest der Sozialindustrieeliten. Der heutige Sozialdemokrat besitzt ein Hochschulstudium, ist ein Homeoffice-Fuzi und definiert Wissenschaft als rein elitärer Kreis. Kurzum, sie mögen sich brüsten mit Gendersternchen und LGBTIQ- Friendly-Sprüchen doch wir an der Front, Transfront, was auch immer, sind nur Transportvehikel  zur politischen Kariere etwelcher Tamara Funiciellos.

Soziale Gerechtigkeit, ein weiteres Kernthema besagter Sozis, beruht auf der unermüdlichen Schikane kleiner, über sehr wenig Anwaltsbudget  verfügende Kleinstunternehmer. Der Gedanke möglichst Schwache mit möglichst geringem Gerichtsaufwand zu zerquetschen ist verlockend und beweist die, ach so geile Eigenmacht.  

Jene Zweisamkeit zwischen Martullo Blocher und Christian Levrat harmonisiert in ausgeklügelter Raffinesse.

Die Armen werden immer ärmer während die zunehmend reicher werdende Hippsterelite die schmucken Stadtwohnungen bevölkert.

Und das Bier, ich trinks heute in Ottos Quartierbeiz, eine der wenigen, noch verbleibender Bollwerke aussterbender Quartierkultur. Wichtig ist, sie sind Symphatisch, sie sind ehrlich und sie scheissen aufs BAG.