Buffalora

Eine weitere Geschichte Schwerpunktthema  „Eisenstein und Marmorbricht“ quasi hier eine fortführende Geschichte zur „Eisenwerke Guppenalp“ Geschichte. Auch wieder bewegen wir uns im spätem Mittelalter, konkret zwischen 1300 und 1590, doch, im Unterschied zu meinen Guppenalp-Recherchen, sind auf Buffalora, dank langjähriger Versiegelung der Gruben, tiefe Einblicke ins Alltagsleben der Bergleute möglich.

Auch diese Geschichte gibt in druckfertigem PDF-Layout unter: https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2020/11/buffalora.pdf

Abstract

Nahe dem Ofenpass, am genannt kältesten Punkt auf Schweizer Boden (Aussage SRF Meteo), liegt am Fusse des Munt Buffalora die unscheinbare Ebene Buffalora. Kaum jemand auf der Durchreise wird vermuten dass einst, in den Jahren zwischen 1300 und 1600, auf dieser Ebene reges Treiben herrschte. Am Knoten dreier wichtiger Wegverbindungen siedelten, Bergleute, Händler, Wirte, Flösser, Köhler und deren Familien.

Ein zunehmendes Ausbleiben regionaler Bodenschätze, Eisen, Silber, Blei, und eine durchwegs Menschenfeindliche Landschaft liessen das damalige Dorf allmählich in die Vergessenheit absinken. Der Eisenerzertrag der Minen am Munt-Buffalora Hang schwand und die Stollenmünder brachen.

Lange Zeit schien dies Industriedenkmal aus den Gedächtnis der Zeitgeschichte zu verschwinden.

Mit aufkommendem Interesse für Industriegeschichte Mitte 20. Jahrhundert gewannen die Bergbaurelikte und das längst verschollene Dorf Buffalora zunehmend an Bedeutung. Verschiedene Ausgrabungen, um die Jahre 1960, auf dem Gelände des ehemaligen Dorfes, wie auch zahlreiche Werkzeugfunde schafften neue Erkenntnisse zur damaligen Zeit. Die Minen indes blieben lange verborgen. Die Gründung des Vereins „Amis da las minieras Val Müstair“ mit resultierender Hand und Schaufelfester Tätigkeit wie auch minutiös zusammengetragene Dokumente, ermöglichten neue bis dato unbekannte Einblicke in die Minentätigkeit.

Der Durchbruch, Wortwörtlich, gelang fleissigen Händen der „Amis da las minieras Val Müstair“ mit den Anstich eines Stollens „Sonch Rafael“. Der Ein-stieg ins produktive Bergwerk war offen. Von nun an waren die Anlagen einer breiten Forscherschaft zugänglich. Neue, bis anhin unbekannte Einsichten in die Eisenerzproduktion des 14. und 15. Jahrhunderts waren möglich.

Haldenlandschaft im Jahr 2018 (Bild Luisa Karrer)
Haldenlandschaft im Jahr 2018 (Bild Luisa Karrer)

Meine Geschichte solle umfangreiche Erkenntnisse, die hauptsächlich von Daniel Schläpfer zusammengetragen wurden, ergänzen und erweitern. Somit will ich mich schwergewichtig dem, 2018 neu angefahrenem, produktivem Bergwerksteil Sonch Rafael / Sonch Michael widmen und verweise, an hiesiger Stelle, auf die bis dato publizierten Arbeiten von Daniel Schläpfer.

Die Bergbaulandschaft

Das Dorf

Der Flurname „Ofenpass“ respektive „Pass da Fuorn“ hat Ursprung in der damaligen überregionalen Bedeutung des Hüttenwesens. Um 1600 oder früher standen einige Ofenanlagen in der Nähe der heutigen Passstrasse. Nicht unweit der Passhöhe liegt „Il Fourn“ was für „der Ofen“ steht und tatsächlich solle noch eine Ofenruine im Nationalpark auffindbar sein. Die Nähe zu den umliegenden Minen begünstigte den Bau ausgedehnter Verhüttungsanlagen an der Ofenpassstrecke.

2 Kilometer vor des eigentlichen Passes liegt das beschauliche Flecklein Buffalora welches, vermutet, den Namen des anliegenden Berges Munt Buffalora trägt. Am Kreuze dreier wichtiger Verkehrsandern, nach Zernez, über den Ofenpass nach Sta. Maria und über Jufplaun nach Bormio, entstand das Bergbau und Handelsdörfchen Buffalora.

Heutige Ansicht auf den Standort des damaligen Dorfes Buffalora. Im Hintergrund rechts das Bergwerksgebiet (Bild Luisa Karrer)
Heutige Ansicht auf den Standort des damaligen Dorfes Buffalora. Im Hintergrund rechts das Bergwerksgebiet (Bild Luisa Karrer)

CAMPELL (1571) schrieb:«Hier standen noch bei unserm Gedenken einige Herbergshäuser, fast ein kleines Dorf zu nennen, für die, welche den Berg in der einen oder der andern Richtung überstiegen und dort einen Halt machen mussten, um Unterkunft zu nehmen. Es wurden hier auch mancherlei Waren zum Kauf feilgeboten. Deshalb war der Ort als kleiner Handelsplatz von den Leuten der Umgebung stark besucht. Es fanden sich hier auch viele deshalb ein, weil es da verschiedene Silbergruben gab, von denen heute nur noch die Überreste zu sehen sind. Denn die, welche den Platz als Gastwirte innehatten, das heisst als Eltern und Beschützer der Gäste und fremden Wanderer (was man landläufig als die Pflicht der Herbergsväter bezeichnet), wurden als Diebsgesindel und schändliche Mörder entlarvt, im Engadin abgeurteilt und ihre Häuser zerstört. Seither liegt der Ort verlassen und die Bergwerksanlagen und Häuser in Schutt und Asche.» (Übertragen aus dem lateinischen Originaltext.)

Das kleine Dörfchen mauserte sich hoch zu Handels und Industriestandort und bot nicht nur Knappen Unterkunft. Doch, mit Niedergang des Bergbaus um 1500, verschwand die eine ausgedehnte Siedlung.

Bei Grabungen wurden, in den Jahren 1957 und in Folgejahren, 20 Gebäudegrundrisse, um den Wegknotenpunkt herum, entdeckt. In einigen dieser, teilweise unterkellerten, Bauten konnten Spuren einer Bergbau- und der Handelstätigkeit nachgewissen werden. Gesicherte Funde sind unter anderem Tonscherben, Schlackenreste, Eisenwerkzeuge und Feuerstellen.

Zwischen den Hochbauresten zieht sich ein, noch heute erkennbares, Netz von Wasserkanälen durch die ehemalige Dorffläche. Nicht weit der Gebäudeansammlung, etwa 30 Meter höher, sind noch Reste einer Wasserfassung am „Aua da Murtaröl“ ausmachbar.

Die Bergwerke

Die damalig wertvollen Eisenerze dürften so ums 14. Jahrhundert am Ausbiss, dem roten Stein, erstmalig entdeckt worden sein. Eisen war im Werte kaum minder des Silberwertes. Hochwertige Eisenerzeugnisse wie Werkzeuge oder Waffen konnten sich, zu damaliger Zeit, nur Wenige leisten. Ein markanter Abbauaufwand schien somit, trotz fehlen potenter Sprengmittel, zu lohnen.

Roter Stein auf 2513 müm (Bild Luisa Karrer)
Roter Stein auf 2513 müm (Bild Luisa Karrer)

Am Roten Stein auf, 2510 Metern über Meer, sind erste Tagbauten, die aufs Eisenerz abzielten, entstanden. Bald jedoch lohnte der untertägige Abbau bekannter Erzgänge eher und die Bergleute trieben erste Förderstollen welche die Zone des roten Steins unterfuhren.

3Stollen  Plateau,  Unterfahrung  roter  Stein  auf  rund  2500  müm (Bild Elsbeth Rehm)
Stollen Plateau, Unterfahrung roter Stein auf rund 2500 müm (Bild Elsbeth Rehm)

Nach Ausräumen des Erzganges an der jeweiligen Förderstrecke wurde, rund 15 bis 20 Meter tiefer, erneut ein Stollen gegraben welcher den bekannten Erzgang nochmals unterfuhr. Diese Systematik wiederholte bis die verfolgten Erzgänge auskeilten.

Haldenabstützung am eingebrochenen Mundlocheinschnitt (Bild Elsbeth Rehm)
Haldenabstützung am eingebrochenen Mundlocheinschnitt (Bild Elsbeth Rehm)

Die Unterfahrung der oberen Stollenwerke machte aufwendige Haldenabstützungen notwendig. Soge-nannte Spuntwände stützen die Halden vor Mundlocheinfahrten. Die letzten verbleibenden Hölzer dieser Spuntwände sind noch heute punktuell erkennbar. Einige dieser verbauten Stämme wurden, zu aktueller Zeit, Dendrochronologisch untersucht. Das Holzschlagjahr konnte bei den 2 untersuchten Spundwandpfosten auf 1376, respektive 1443 datiert werden. Da jedoch die Rinde fehlte ist ein Fehler von ca. 20 Jahren möglich.

Praktisch alle Stollen des Erzfördernden Bergwerks sind im Laufe der Zeit eingebrochen. Einzig die riesigen, teils rostrot verfärbten Halden zeugen von reger Bergbauaktivität.

Obschon immer wieder den Versuch unternommen wurde einzelne Stollen zu öffnen, bleiben die Untertageanlagen der oberen Bereiche mehrheitlich verborgen.

Eingebrochene Mundlochzugänge im Hauptminenzug (Bild Elsbeth Rehm)
Eingebrochene Mundlochzugänge im Hauptminenzug (Bild Elsbeth Rehm)

Der Erzgang, respektive die Erzgänge, keilen, soviel ist zur Stunde bekannt, auf Kote 2380 allmählich aus. Alle Stollenbauten unterhalb 2360 Meter verlaufen nachweislich durch tauben Fels. Trotz des ausbleibenden Erfolges liegen immer noch geschätzte 30 Mundlochspuren oder offene Mundlöcher in nachweislich Erzloser Region, an. Die Hoffnung grosser Erzreichtum anzutreffen vermochte wahre Berge zu versetzten.

Daniel Schläpfer nennt in seiner Disertationsarbeit eine Gesamtzahl von, über verschiedene Bergbauperioden hinweg, angelegter Stollen ca. 80 in der Zahl. Auf meiner Karte sind diese als rote Sterne markiert. 2 bis 3 Hauen sind offen geblieben oder undokumentiert wieder geöffnet worden, der Rest lang oder liegt noch tief im Schutt.

Mit Gründung des Vereins Amis da las minieras Val Müstair im Jahr 2003 wurden, unter der Leitung von Cristian Conradin, ehemalige Mundlöcher gesucht und aufgewältigt. Teilweise erfolgreich, sind ab den Jahren 2003 neue Einblicke ins untertägige Wirken, ermöglicht worden.

Aktuell, Stand 2020, sind folgende Stollen aufgeschlossen:

  • Galleria Plaun Cotschen, war immer offen?
  • Galleria Marangun, war immer offen?
  • Galleria Sonch Daniel 2005
  • Galleria Zarcla 2004
  • Senda- und Funtauna-Stollen
  • Galleria Sonch Laurentius 2015
  • Galleria Sonch Michael
  • Galleria Sonch Rafael mit Anschluss ans produktive Bergwerk 2018 (Aktuell bekannt 5 Sohlen)

Anmerkung zu der Stollennamensgebung

Die Stollenbezeichnungen stammen aus Neuzeit und sind vom Vereins Amis da las minieras Val Müstair bestimmt worden. Folglich haben die Grubenbezeichnungen keinerlei historische Bewandtnis.

Gesamtansicht Buffalora
Gesamtansicht Buffalora mit Eintragungen zum Stand der damaligen Bergbauepoche (Kartenbasis GR-GIS) Die roten Sterne markieren, nach Daniel Schläpfer, Bergbauspuren, hauptsächlich eingestürzte Stollen. Die braune Fläche visualisiert den damaligen Dorfbereich. Die dunkelbraune Linie zeichnet die alten Wege.

Das Dorf Buffalora gruppierte sich ums Wegkreuz, Zernez, Ofenpass, Jufplaun während die Bergwerksanlage, rund 500 Meter höher gelegen, bis fast an die Gipfel des Munt Buffalora reichte. Bei Ausgrabungen konnten, um 1957 und später, 20 Gebäudereste des Dorfes freigelegt werden. Zu den heute gesichteten Hausspuren kamen, um die Blütezeit, etliche weitere Bauten hinzu.

Auf meiner Karte sind die eindeutig identifizierten Hausbauten in violetter Farbe gekennzeichnet. Die braun markierte Dorffläche ist rein, meiner Vermutung entsprungen und fusst nur bedingt auf einer Wissenschaftlichen Grundlage. Markant auffallend sind, des weiteren, die Wasserkanäle welche teilweise noch heute auf Luftbilder im Gelände herausstechen. Die Kanäle münden an Wasserfassungen im Süden von denen 2 als Mauerreste noch zu erkennen sind. Es besteht kein Zweifel, die Kanäle waren noch weit nach der Bergbauepoche in Gebrauch. Insbesondere die Alpwirtschaft „Alp Buffalora“ machte sich das Be- und Entwässerungssystem zu nutze.

Auch auf dem Bergbauareal sind Mauerreste erhalten die auf Gebäude hinweisen. Nicht unweit der tiefst gelegenen Sondierstollen, liegt nachweislich die Bergschmiede, respektive 2 Bergschmieden. Bergschmieden, existentiell für den Bergwerksbetrieb, waren zwingend aufs Wasser angewiesen und das einzige greifbare Wasser in der Nähe plätschert aus dem untersten Stollen „Fontana“.

Oberhalb im Minenareal sind andeutungsweise Knappenunterkünfte erkennbar. Meist waren dies, zu Betriebszeit Trockenmauerwerkbauten von recht-eckigem Grundriss, etwas eingegraben, mit Brettergiebeldach kaum höher als 1.5m. Eine nicht wirklich langzeittaugliche Unterkunft was die Besiedlung im Tal begründet.

Die alten Eisenerz-Transportwege sind, aus meiner zeichnerischen Feder, auch nicht aller Zweifel erhaben. Inzwischen durchfurchten etliche Kühe, Sturzbäche und Fahrzeuge das Gelände kurz vor den Gruben was eine Streckenführungsinterpretation reichlich erschwert. Basis meiner Wege sind die Recherchen von Daniel Schläpfer.

Das effektiv Eisenerzfördernde Bergwerk lag, soviel ist heute erwiesen, auf einer Höhe von 2360 müm. Alle darunterliegenden Stollen, nach Schläpfer deren 30, zeigten kaum abbauwürdige Erze. Die heute bekannten offenen Stollen wie auch offen liegende Halden offenbaren unterhalb 2360 keine Erzspuren.

Buffalora
Bergwerksareal in Gesamtansicht mit bekannten, roten Sternen für Bergwerksspuren stehend. (Luftbild SWISSIMAGE)

Das Hauptbergwerk die Nebenbergwerke

Es ist heute nicht mehr eindeutig nachvollziehbar wie einst der Bergwerksbetrieb organisiert war. Tatsache ist, die offenen, unteren Stollen, Galleria Sonch Daniel, Galleria Marangun, Galleria Zarcla Galle-ria Sonch Laurentius, Senda-Stollen und Funtauna-Stollen verlaufen, in ganzer Länge, durch taubes Gestein. Auch die umliegenden unteren Halden weisen kaum Erzspuren auf. Es ist anzunehmen dass etliche Kilometer Suchstollen den Mont Buffalora durchfurchen. Das ertragsreiche Bergwerk beschränkt sich auf eine erkennbare Erzgangzone.

Haldenzug Buffalora
Haldenzug Hauptbergwerk (Bild Christina Andersen)

Ich vermute, insbesondere vergleichend mit weiteren Bergwerksanlagen aus verwandter Zeitperiode, ein dezentraler Betrieb, aufgeteilt in kleine Reviere und Arbeitseinheiten. Um die Mundlöcher waren oft Gebäude, verschiedenster Grösse, gruppiert. An der Mundlochspur, nach Daniel Schläpfer Nummer 6, konnten wir Tonscherben sicherstellen.

Tonscherben aus Buffalora
Tonscherben von Grube Nummer 6 (Bild Elsbeth Rehm)

Die Funde deuten darauf hin, dass einst diese, eher kleinere Arbeitseinheit über einfache, Trockenmauerwerk-Behausung mit entsprechendem Gefässmobiliar verfügte. Die, eher kleine Grube war erschlossen mittels langem Stolleneinschnitt. Die gesamte Förderstrecke bis an die Halde war wahrscheinlich mit Spurnagel-Brettern ausgebaut ähnelnd, den bis anhin bekannten Stollen im Buffaloragebiet. Das Gebäude, Betrieb und Unterkunft, stand an der Nord-flanke des Stolleneinschnittes. Unterhalb der noch vorhandenen Trockenmauerresten langen die besagten Tonscherben.

Rekonstruktion, anhand des Luftbildes, einer kleinen Grube am Rande der ergiebigen Erzgänge.
Rekonstruktion, anhand des Luftbildes, einer kleinen Grube am Rande der ergiebigen Erzgänge.

Die rote Markierung umgrenzt den Stolleneinschnitt. Mittig im Stolleneinschnitt war die Laufplanke für die Spurnagelhunde eingepasst.

Stollen Zarcla
Holzplanken für die Spurnagelhunde mit seitlich plazierten Steigbäumen zur Überwindung leichter Höhendifferenzen im Stollen Zarcla (Bild Luisa Karrer)

Das violette Rechteck symbolisiert das Gebäude welches vermutlich einer ärmeren Knappenfamilie Arbeitsstätte und Unterkunft bot.

Solch kleinere Minenanlagen, durchaus plausibel als Familienbetriebe organisiert, liegen einige weitverstreut um das eigentliche Hauptbergwerk. Doch auch das ergiebige Bergwerk scheint, gegenwärtiger Wissensstand, eher dezentral organisiert. Um die mächtigen Halden waren vergleichbar bescheidene Behausungen, welche den Knappen und den mitarbeitenden Familienmitglieder Unterschlupf boten. Ein zentral platzierter Wohnblock wie, vergleichbar, ab 1500 in S-charl errichtet wurde, stand nie auf dem Buffaloragebiet. Trotzdem ist von einer grösseren Bergwerksgesellschaft oder einer mächtigen Investorengruppe auszugehen, welche die Abbaurechte an den prinzipalen, heute bekannten zwei Erzgängen, besass. Historische Dokumente belegen einige grössere Player ab den Jahren 1300 die auf Buffalora wirkten. Auch nicht unbedeutend sind all die umliegenden Schmelzanlagen und sonstige investitionsintensive Manufakturen welche für reibungslosen Förderbetrieb sorgten.

In dieser Montanindustrielandschaft fanden sich, in den Jahren 1300 bis 1600, vornehmlich Lombarden aus den benachbarten Minen um Borneo und qualifizierte Handwerker aus dem Tirol zusammen. In den Stollen des Hauptbergwerks sind noch heute zahlreiche Spuren qualifizierter Handwerkskunst auffindbar und doch war das Leben einer Knappenfamilie geprägt von hoher körperlicher Belastung und permanenter Armut. Während die Buben, noch in zarten Kindesalter, als Schutter in den Minen wirkten waren Mädchen und Frauen, auf den Halden, mit Erzklauben und Pochen beschäftigt.

Ergiebige Erzausbeute sorgte schliesslich für zentrale Transportwege und Pochplätze. Ein solcher Poch und Sortierplatz liegt am Stern 341.

Pochplatz  und  Sortierplatz  mit  vier  Halden  unterschiedlicher Korngrösse.  (Bild Christina Andersen)
Pochplatz und Sortierplatz mit vier Halden unterschiedlicher Korngrösse. (Bild Christina Andersen)

Bekannte Bergbauspuren

Heute sind mir Bruchteile dieser einmalig, umfangreichen Eisenerzabbaustelle bekannt. Die Liste der aufgefundenen Bergwerksspuren meiner Vorgänger liesse sich somit weiter ins unermessene ziehen. Die Punktnummerierung der roten Sterne auf meinen Karten stammt im Ursprung von Daniel Schläpfer. Da mein Datenerfassendes Programm, genanntes QGIS, keine Buchstaben akzeptierte, steht etwa, statt 34a, 341 was der Sache keinerlei Einschränkung tut. Bis zur Stunde sind rund 100 Bergbaurelikte auf den Karten verzeichnet. Ich will mich an dieser Stelle jedoch hauptsächlich den mir explizit bekannten Anlagen widmen.

Wie bereits erwähnt, sind die verwendeten Stollenbezeichnungen mehrheitlich aus der Neuzeit und nicht bezugnehmend auf historische Zusammenhänge.

Nebenbergwerke

  • Galleria Plaun Cotschen, befahrbar (roter Stern 82)
  • Galleria Marangun, befahrbar (roter Stern ??)
  • Galleria Sonch Daniel, geöffnet 2005 (roter Stern 51)
  • Galleria Zarcla, geöffnet 2004 (roter Stern 55)
  • Sendastollen, befahrbar (roter Stern 50)
  • Funtaunastollen, Mundloch verstürzt, erreichbar über Sendaschacht (roter Stern 49)
  • Galleria Sonch Laurentius geöffnet 2015 (roter Stern 53)

Hauptbergwerk, bekannte Strecken erreichbar seit 2018 über Tagesschacht auf Rafael I

  • Galleria Sonch Michael I, Mundloch verstürzt (roter Stern 32)
  • Galleria Sonch Michael II, Mundloch verstürzt (roter Stern 33)
  • Galleria Sonch Rafael I, Mundloch verstürzt (roter Stern 34)
  • Galleria Sonch Rafael II, Mundloch verstürzt (nicht erfasst)

Tagebauten / Tagesschlitze

  • Roter Stein, eindrücklicher Erzausbiss umgeben von Tagebauten (roter Stern 44)
  • Tagesschlitz vor Plaun Cotschen, tief verfüllt (roter Stern 82)
  • Tagesschlitz Hauptwerk, tief verfüllt, Holz-spuntwände erkennbar (roter Stern 38)

Hochbauten

  • Bergschmiede Ost, wenige Mauerfragmente (roter Stern 1002)
  • Bergschmiede West, wenige Mauerfragmente (roter Stern 1001)
  • Gebäude mit Tonscherben, Mauerfragmente (roter Stern 6)
  • Gebäude bei Tagesschlitz Hauptwerk, Terassen erkennbar (roter Stern 38)
  • Gebäude bei ehemaligem Mundloch Sonch Michael II, verstreute Mauersteine (roter Stern 33)
  • Poch und Sortierplatz, 4 grosse Halden mit teils unterschiedlicher Korngrösse (roter Stern 341)

Das Hauptbergwerk

Der Plan

Im Sommer des Jahres 2018 erwuchs, aus einer spontanen Schnellvermessung der oberen Haupt-strecken, die Idee diese umfangreiche Anlage auf einem detailliertem Planwerk festzuhalten. Eine Gruppe von Fachleuten verschiedenster Metiers fand sich zusammen um die neu entdeckten Stollen zu erforschen und insbesondere zu vermessen, Artefakte zu katalogisieren und sicherzustellen. Diese Gruppe setzt sich aus Mitgliedern der „Freunde des Bergbaus Graubünden“, (FBG), den „Amis da las minieras Val Münstair“ und der „Schweizerischen Gesellschaft für Historische Bergbauforschung“ (SGHB) zusammen und wird auch vom Bergbaumuseum Graubünden unterstützt.

An verschiedenen verlängerten Wochenenden konnten umfangreiche neue Stollenbauten erkundet und dokumentiert werden. Ein Plan entstand welcher, Stand heute, im Massstab 1:200, den aktuellen Zustand eines kleinen Bergwerksteils wiedergibt. Gemäss grober Beurteilung liegt aktuell eine zehn prozentige Bestandsaufnahme vor. Will heissen bis zur Stunde sind rund zehn Prozent des Hauptbergwerks bekannt. Will weiter heissen, es gibt noch viel zu tun und es werden noch einige solcher Wochenenden im Jahr 2021 und möglichen Folgejahren nötig sein um dies umfangreiche Untertagewerk aufzunehmen.

Grubenplan Buffalora
Detaillierter Grubenplan, Grundriss, Seigerriss von rund 10% der Berwerksanlage Hauptwerk. Stand 31. Oktober 2020

Dank dieser exakten Vermessung sind uns wichtige Details aufgefallen die der hastige Untergrundforscher schlicht übersehen hätte. So kann ich mir ein recht lebhaftes Bild zusammenstellen über die damalige Tätigkeit der Bergleute in solch stiller Tiefe. Es ist anzunehmen dass diese, heute bekannten Strecken, kurze Zeit nach Bergwerksaufgabe, Mundlochseitig, in sich zusammen fielen. Eine Zeitkapsel liegt vor die ein Leben in Armut und voller Entbehrungen, um die Jahre 1500, wiedergibt. Gerätschaften, Materialdepots, Wandkritzeleien bis hin zu Schuhsohlen waren und sind auffindbar.

Hauptbergwerk Einblicke

Der Plan mag eine sehr detaillierte Ansicht des Bergbaus ums 15. Jahrhundert wiedergeben doch für diesen kleinen Bericht hier ist das, inzwischen auf eine Breite von Meter 1.4 angewachsene Leintuch reichlich ungeeignet. Eine Abstraktion der Grube musste her um des Lesers Übersicht zu gewähren.

Vereinfachter Grubenplan, Grundriss, Seigerriss mit colorierten Grundsohlen und Abbaustellen. Stand 31. Oktober 2020
Vereinfachter Grubenplan, Grundriss, Seigerriss mit kolorierten Grundsohlen und Abbaustellen. Stand 31. Oktober 2020

Heute sind, wie bekannt, alle ins Hauptwerk führen-de Zugangsstollen, Querschläge, eingebrochen. Dieser Zustand könnte inzwischen einige Jahrhundert Bestand haben. Alle Stollen sind ab Mundloch über etliche Meter mit starker Türstockzimmerung ausgebaut. Die Holzdimensionierung lässt auf enorme Bergdruckbelastungen schliessen. Das Holz, oft über 600 Jahre alt, konnte dem Bergdruck nicht länger standhalten.

Türstockzimmerung auf der Strecke Sonch Michael II 90 Meter vor Tag (Bild Luisa Karrer)

Die Bergleute aus damaliger Zeit verfügten über keinerlei Sprengmittel. Einziges Hilfsmittel welches ,sehr restriktiv eingesetzt wurde, war die Technik des Feuersetztens. Mittels Feuer an der Stollenbrust wurde versucht Spannung im Felsen zu erzeugen was letztlich zu Rissen führte. Nach auskühlen des Feuers wars nun den Bergknappen möglich den mürben Felsen weiter auszubrechen. Feuersetzten war indes auch sehr problematisch. Zum einen musste für ausreichend Zu und Abluft gesorgt werden was, bei lagen Stollenwerken ein kaum lösbares Problem darstellte, zum anderen war die gesundheitliche Belastung der Feuersetzer enorm. Nicht nur der Felsen wurde geschrottet oft wars auch die Gesundheit der Knappen die massiv litt.

In Buffalora sind nicht viele Indizien auf Feuersetztätigkeit zu erkennen. Stattdessen suchten die Vortriebsknappen Gebirgsstörungen und allgemein mürbe Bergzonen um die Zugangsstollen anzulegen.

Es herrsche rege Transporttätigkeit im Bergbaurevier. Ein voll beladener, abwärts fahrender Erzschlitten transportierte im Aufweg, Grubenholz, Esswaren, Brennstoffe und sonstige Hilfsmittel bis vors Mundloch. Robustes Stütz-Holz schien in Buffalora kein merkliches Problem zu sein. Die Bergleute entschieden sich fürs massive Abstützen der Grubenzugänge und bevorzugten somit eher die mürben Felspartien.

Rauchschachtanlage  Strecke Sonch Rafael I zu Strecke Sonch Michael II, von oben nach unten betrachtet (Bild Luisa Karrer)
Rauchschachtanlage Strecke Sonch Rafael I zu Strecke Sonch Michael II, von oben nach unten betrachtet (Bild Luisa Karrer)

Eine mögliche Feuersetzkaminanlage könnte die schmale Schachtverbindung zwischen, heute offe-ner Sonch Rafael I Strecke und der Strecke Sonch Michael II sein. Klar ist, Feuersetzen war auch auf Buffalora im Einsatz wenn doch, vergleichend mit an-deren Bergwerken, sehr selten. Was auch sehr den Bergmännern zur Hand spielte war die körnig brüchige Konsistenz des Eisenerzes. Letztlich folge der Bergbau dem, am roten Stein beobachteten Erzausbiss in die Tiefe. Wo Höhendifferenzen den Erzertrag allmählich schmälerten, legten die Knappen neue Stollen an. Ein klassischen Muster an Zugangstollen-höhenunterschiede liegt bei 15 bis 30 Meter.

Die Hunde, Förderstrecken

Die Hauptförderstrecken waren alle mit Rollwagen, sogenannte Hunde oder auch Hunte, erschlossen. Dazu wurden erstmals Holzpranken am Stollenboden verlegt um die Hunde, mit wenig Kraftaufwand, durch die Strecken ziehen zu können. Ziehen und Stossen der Hunde war Kindern und Jugendlichen, als zukünftige Bergknappen, vorenthalten.

Alle mir bekannten Strecken verfügen über ein leichtes Gefälle in Mundlochrichtung so das die vollen Hunde fast von alleine tagwärts steuerten.

Grund und Abbaustrecke Sonch Rafael II mit erkennbaren Hund-Laufbrettern am Boden (Bild Luisa Karrer)
Grund und Abbaustrecke Sonch Rafael II mit erkennbaren Hund-Laufbrettern am Boden (Bild Luisa Karrer)

Damit die Hunde auf der Spur blieben ist jeweils zwischen zwei Brettern ein, rund 5 cm breiter Spalt im welchem, der am Hund befestigte, Spurnagel geführt wird.

Grosser Grubenhund nach „Georgius Agricola“ 1494 – 1555. In Buffalora waren, bis anhin bekannt, ohne Ausnahme, schlänke-re und kleine Gefährte im Einsatz (Bild Georgius Agricola / De re metallica libri XII)

Eher selten und in den Werken Georgius Agricola nicht beschrieben, findet sich auf Buffalora ein weiteres Holzschienensystem. Strecken mit eher beschränkten Platzverhältnissen und gekrümmter Streckenführung sind mit Rundholzschienen ausgebaut. Bekannt ist dies, wenig verbreitete, Schienensystem aus osteuropäischen Gruben des 16. Jahrhunderts.

Der gemachte Fund aus einer Abbaustrecke Erzgang 2 erklärt teilweise der Einfluss Tirolischer Bergbauhandwerkskunst. Rundholzschienen finden sich unter anderem auch in den Gruben von S-charl welche, in vergleichbarer Zeitepoche eindeutig unter Tiroler Regentschaft standen.

Abbaustrecke Erzgang 2 mit verlegten Rundschienen (Bild Luisa Karrer)
Abbaustrecke Erzgang 2 mit verlegten Rundschienen (Bild Luisa Karrer)

Grubenhunde oder Reste von welchen, sind uns bis heute keine begegnet. Diese Geräte dürften, dank der Beweglichkeit, nach Aufgabe des Bergwerks in neue Reviere verschwunden sein.

Erztröge Bergeisen

Zahlreich finden sich in den Stollenwerken gut erhaltene Erztröge. Geschätzte 10 solcher Transporthilfsmittel liegen in diversen Strecken. Diese Tröge dienten zur lokalen Förderung der Erze und des Abraums in den oft sehr beengten Abbaustellen. Manche dieser Schalen sind in tadellosem Zustand als wären diese erst vor wenigen Tagen aus Zimmermanns Werkstatt entsprungen.

Über die zahlreichen Funde solcher Tröge, Werkzeugstile wie auch weitere Bergbaugerätschaften kann heute rege gerätselt werden. Vieles deutet auf eine sehr plötzliche Aufgabe des Buffalorareviers. Der Abtransport von, zu jener Zeit, teurem Mobiliar schien nicht zu lohnen.

Abbaustrecke  Sohle  Michael  I  mit  grösserem  Erztrog  auf  den Laufbrettern (Bild Luisa Karrer)
Abbaustrecke Sohle Michael I mit grösserem Erztrog auf den Laufbrettern (Bild Luisa Karrer)
Buffalora
Kleiner, halber Erztrog in einem Abbaugesenk, neben dem Erztrog liegt ein noch intakter Ersatz-Bergeisenstiel. Im Vordergrund, gesammeltes Eisenerz (Bild Luisa Karrer)

Ein zum Stiel passendes Bergeisen wurde im 2018 in der Hauptstrecke Sonch Michael II gefunden. Angesichts der Tatsache dass um die Jahre 1500 Eisenwaren äusserst teuer waren, kann davon aus-gegangen werden dass dies begehrte Werkzeug unbeabsichtigt aus Bergmanns Obhut verschwand. Ein Bergknappe trug am Gurt bis zu 10 solcher, spitz geschmiedeter Bergeisen. Der Einsatz am harten Fels nutzte die, verhältnismässig weiche Spitze relativ schnell ab was genügend Ersatzbergeisen nötig machte.

Bergeisen ohne Stiel auf der Grundstrecke Michael II (Bild Luisa Karrer)
Bergeisen ohne Stiel auf der Grundstrecke Michael II (Bild Luisa Karrer)
Bergeisen aus Zarcla
Linke Bildhälfte Fäustel und Bergeisen in Glückaufpositionierung. Diese Platzierung vereinfachte ein Wiederauffinden der Werkzeuge bei Dunkelheit (Bild Luisa Karrer)
Rechte Bildhälfte Glückaufsymbol nach DIN-Norm 21800. Die historische Herkunft des Symbols beruht auf die traditionelle Platzierung der damaligen Werkzeuge, Fäustel und Bergeisen.

Der Haspelaufzug

Ein spezielles Augenmerk sei der Haspelanlage geschenkt. Diese Seilwindeneinrichtungen, respektive Teile davon, sind heute, in demontierter Form, an zwei Standorten zu finden.Die Einte Winde verfügt über ein Kuhhornlager zur Aufnahme einer, nicht gefundenen, Eisenachse. Solch ein Modell ist mir, in meiner 15 Jährigen Forschungserfahrung, bis anhin noch keines begegnet. Leider sind beide, mir bekannten, Haspelanlagen nur noch in demontierter Form vorhanden und etliche Teile fehlen. Die Kuhhornlager-Haspelanlage, respektive ein Teile davon, liegen im Tiefgesenk Erzgang 1.

Der Einsatzort dieses Geräts ist bis zur Stunde nicht restlos geklärt. Zwar liegt auf dieser, sehr kurzen Strecke mittig tatsächlich eine Schachtanlage offen doch deren Durchschlupf ist nur von minimalem Ausmass so dass sich, bei der Erforschung im 2020, durch das enge Loch, nur der mutigste unseres Teams hinab wagte. Falls das Gerät einst tatsächlich oberhalb des Minischachtes aufgebaut war so zog dieses maximal schmale, Schuttgefüllte Kuhledersäcke empor.

Haspel Unterstrecke St. Michael
Demontiertes Haspelgestell mit Kuhhornlager im Tiefgesenk Erzgang 1, Haspelholme im Vordergrund, Seilführungsrundholz im Hintergrund (Bild Luisa Karrer)

Die Einzelteile sind in einem, nicht weiterführendem Stollenstumpen, mehr oder minder, sauber aufgestapelt. Fehlen tun indes alle möglicherweise Metallerne Teile, Seil und Trommel.

Das zweite Haspelgestell ist auch in demontierter Form und auch unvollständig auf der Strecke Sonch Rafael II als Absperrung verbaut. Nicht unweit des Fundes liegt tatsächlich ein Transportschacht mit an-gebrachten Seilführungsrundholz. Es besteht somit kein Zweifel, das zweite Haspelgestell war einst an dieser Schachtanlage montiert. Wieso beide Haspelanlagen demontiert wurden ist unklar, möglich jedoch dass in letzter Bergbauperiode um 1500 nur noch herumliegendes Mineral zusammengesammelt wurde. Diverse Materialdepots, Eisenerz wie auch Grubenholz lassen eine punktuell lokale, nicht zu Ende geführte, Aufräumphase vermuten. Verschiedene angebrachte Absperrungen könnten mit der teilweisen Aufgabe verschiedener Streckenabschnitte zu erklären sein.

Das zweite Haspelgestell verfügt über keine Kuhhornlager. Die Achsführung zeigt hier deutlich tiefere Abnützungsspuren. Generell ähneln die Komponenten dieses Modells eher den bekannten Aufzugsanlagen aus den Bergwerken von S-charl.

Strecke St. Rafael II
Strecke Sonch Rafael II Bildhintergrund Demontiertes Haspelgestell ohne Kuhhornlager welches zur Stollenabsperrung verarbeitet wurde. (Bild Luisa Karrer)

Ich wagte eine Rekonstruktion des Aufzuges anhand gefundener Teile. Die Rekonstruktion ist leider nicht jeden Zweifels erhaben da mir einige Teile fehlten. Insbesondere die Metallteile sind nicht restlos geklärt. Klar ist, die Haspeltrommel war auf einer Eisenachse montiert. Abnutzungsspuren am Kuhhorn können als, darauf reibende Eisenachse interpretiert werden. In einigen Schächten sind Seilführungshölzer eingebaut was darauf schliessen lässt dass wahrscheinlich in Blütezeit mehr als nur zwei Haspelgestelle im Einsatz standen.

Haspelgestell
Rekonstruktion Haspelgestell anhand gefundener Artefakte in verschiedenen Strecken. (Bild Luisa Karrer) Plan Haspelgestell als PDF auf: https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2020/12/haspel.pdf

Ich nenn das Gerät, auf meiner Rekonstruktion, Klemmhaspel respektive Tirolerhaspel. Dazu anmerkend, im Gegensatz zu den weit verbreiteten, freistehenden Haspelgestellen wird diese Einrichtung zwischen Boden und Dach, mit einem Schwartenbrett, festgeklemmt. Solch Haspelgestell ist insbesondere bei beengten Verhältnissen sinnvoll. Klemmhaspel sind mir in Nordeuropäischen Bergwerken, vergleichbarer Zeitepoche, etwa Dippoldiswalde keine bekannt indessen stehen zwei solcher Teile im Hauptbergwerk S-charl. Da die S-charl-Gruben fast ausschliesslich von Tiroler Handwerkern bearbeitet wurden ist die Namensgebung Tirolerhaspel durchaus legitim.

Bergmannsgeleucht

Eines der grössten Handicaps die den Knappen im 15. Jahrhundert die Arbeit erschwerte war die Dunkelheit. Zwar waren, zu jener Zeit einige Arbeitsgänge soweit eingespielt das nur wenig Licht nötig war doch das düstere Umfeld erschwerte nach wie Knappenaufgaben. In Buffalora finden sich, auf Haupt und Nebenstrecken, zahlreiche Nischen an den Stollenwänden in denen einst Fackeln oder Tierfettlampen standen. Die Buben die den Schutt und Erzabtransport zu besorgen hatten, könnten während des Hundeziehens, keine Leuchte mit sich führen. Folglich mussten die Hauptförderstrecken minimal, an schwierigen Stellen, beleuchtet werden. Hunderte von Geleuchtnischen mit eindeutigen Russspuren finden sich in der Bergwerksanlage. In beengten Schachtzugängen liegen hab abgebrannte Fackel-reste. Grundsätzlich jedoch ist davon auszugehen dass die Buffaloraarbeiter Tierfett-Lampen, sogenannte Frösche, flächendeckend nutzen.

Geleuchtfrosch
Zerbrochener Geleuchtfrosch aus glasierter Keramik im Abbaugesenk Erzgang 1 am Haspeldepot. (Bild Luisa Karrer)

Wie bereits erwähnt verfügte Buffalora über eine ausgebaute Manufaktureninfrastruktur um den Bergwerksbetrieb optimal zu unterstützen. Von anfänglich erwähnten Keramikfunden wissen wir dass, in der Blütezeit, eine gute Töpferwerkstatt lokale Unterstützung bot. Die Frösche sind in guter Qualität mit durchgängiger, blau schimmernder Glasur gehalten. Solche Frösche dienten als mobile Lampen die sich mittels Fingerloch stabil halten liessen und, je nach Anwendung, in einer Geleuchtnische Platz fanden.

Betrieben wurde die Leuchte mit Tierfett, Kuhfett oder, wahrscheinlicher, mit Schweinefett. Die etwas öligen Russspuren deuten eindeutig auf verbranntes tierisches Fett hin.

Zeichen setzten

Nicht nur Bergleute liebten die Ewigkeit persönlich gesetzter Zeichen. Doch das eigens angebrachte, personifizierte Kürzel oder gar den vollen Namen, hat im Bergbau lange Tradition. In vielen alten wie neuen Gruben finden sich noch heute kurze Niederschriften der damalig Tätigen. Zu den eigentlichen Bergleuten könnten, in Jahren nach der Aufgabe, die Bergwerke einigen Besuch erfahren haben, auch diese Gruppe wird sich irgendwo schriftlich verewigt haben. In Buffalora finden sich einige Inschriften die folgende Schlüsse zulassen.

Des Lesen und Schreibens waren, in den Betriebsepochen zwischen 1300 und 1600, nur sehr wenige Zutrittsberechtigte befähigt. Die Zugänglichkeit, nach Aufgabe des Bergbaus, war kurzweilig, im Höchstwert 100 Jahre, kommend über obere Strecken. Viel Besuch wird die Anlage nach Schliessung nimmer erfahren haben.

Ein erkennbarer Text ist einzig im Erzgang 2, Aufhau Hauptgesenk, der sogenannten Kappele, zu beobachten.

Weitere Zeichen können als persönlich gestaltete Initialen ohne Alphabetischen Zusammenhang gedeutet werden.

Noch welche Zeichen sind, gemäss meiner Vermutung, abgekupferte Hauszeichen die der Bergmann als persönliches Kürzel sich zu eigen machte.

Ausser eingekratzte Zeichen sind auch Russzeichen am Stollendach der Unterstrecke Sohle Sonch Michael I auszumachen. Diese Zeichen sind, mittels sehr stark russender Flamme, an die niedere Decke gezeichnet. Diese Russ-Niederschrift stammt von einer Tierfettflamme.

An einer anderen Stelle liegt eine klassische, noch heute bekannte, Strichliste auf. Ob die Liste Arbeitstage, Hunde, verschlissene Bergeisen oder sonst was erfasste, ist nicht eruierbar.

Textelement in grosser Geleuchtnische
Textelement in grosser Geleuchtnische geritzt, Standort Kappele auf Erzgang 2 Aufhau Hauptgesenk (Bild Luisa Karrer)

Der einzige, in zusammenhängender Kursivschrift erhaltene Text lässt viel Interpretationsraum offen. Die erkannten Texte und Zeichen sind alle auf einer Zeichnungsreihe festgehalten. Mit Hilfe der Zeichnungen war eine beschränkte Deutung möglich obgleich deren Interpretation zeitweilig sehr spekulativ wirkt.

Im Fall der Kappeleninschrift, einer gerussten grossen Geleuchtnische, lese ich, in alter Kursivschrift, die ersten Worte als „ciao andrea“. Die kommenden Worte werden wage und kaum noch sinnvoll deutbar. Die Interpretation dass in der Anlage italienisch eine verbreitete Sprache war, scheint, bedenkt man die Nähe zur Lombardei, durchaus plausibel. Klar erscheint, trotz des unglücklichen Untergrunds, dieser einte Text verfasste eine Person die rutiniert schreibt.

Hauszeichen
Grosse Zeichenwand, vermutet mehrheitlich Hauszeichen, Standort Grundstrecke Sonch Michael II (Bild Luisa Karrer)

Die dominate Zeichensprache liegt mehrheitlich bei Fantasiesymbolen oder eigens interpretierter Hauszeichen. Wiederholend finden wir, im Andreaskreuz angeordnete Beile. Manche Symbole tauchen so-wohl auf der Strecke Sonch Michael I wie auch auf der nächsthöheren Grundstrecke Sonch Michael II auf. Zahlenwerte sind einig als Strichliste auf einer oberen Strecke wiedergegeben.

Zur effizienten Interpretation erfasste ich die Zeichen in einer Zeichnungsreihe.

Planmetrische Darstellung der gefundenen Zeichen, im Bild, Zeichen Grundstrecke Sonch Michael II entsprechend der vorhergehenden Fotografie (Bild Luisa Karrer) Vollständige Aufzeichnung als PDF unter https://www.luisa.net/wp-content/uploads/2020/12/schriften_V2.pdf abrufbar.

Systematischer Abbau

Als eines der wenigen Schweizer Bergwerke des Spätmittelalters offenbart Buffalora grosses Handwerkliches Können und damalig moderne Bergbaukultur. Das Hauptbergwerk folgt einer durchdachten Logik, die Schwerkraft nutzend, von oben nach unten Fördernd. Gegenwärtig vermuten wir 8 bis 10, ehe-mals zusammenhängende, Grundstrecken im Abstand von sehr exakt 15 Höhenmetern. Die bis anhin bekannten Förderstrecken sind in präziser Nivellierung angelegt so dass sich ein konstantes, leichtes Gefälle in Tagrichtung ergibt. Alle Grundstrecken waren rationell mit Laufbrettfahrzeugen, sogenannte Hunde, erschlossen. Die Stollenprofilhöhen der bekannten Grundstrecken sind grosszügig dimensioniert so dass auch bei Feuersetztätigkeit eine effiziente Zuluftzirkulation gewährleistet war. Noch heute fliesst ein starker Luftstrom bis ins hinterste Stolleneck.

Die beiden Erzgänge, die punktuell etwas zerfledern, sind selten mächtiger 25 cm und doch sind diese sehr präzise angefahren. Die Förderstollen sind bis zu 350 Meter lang und, auf bekannter Ebene Grundstrecke Sonch Michael II, zwei parallel verlaufende Erzgänge anfahrend. Der wahrscheinlich ergiebigere Erzgang liegt im Berginnere, ich nenn diesen, Erzgang 2. Beide Erzgänge schneiden, schier Senkrecht stehend, das Mont Buffaloramassiv im Südwest-Kurs.

Stollenholzdach
Holzdach mit Versatzpackung in der Zwischensohle (Bild Luisa Karrer)

Zwischen Grundstrecke Sonch Michael II und Grundstrecke Sonch Rafael II liegt das ausgeräumte Erzlanger. Wahrscheinlich erfolgte der Prinzipale Abbau dieses Lagers im Firstbauverfahren. In gegenwärtiger Situation sind mittels, mit Versatz überdeckter Stollen, zwei Schächte zugänglich wovon einer als Fahrtrum, Personensteige, verwendet wurde während der Zweite als Fördertrum, Materialtransportschacht, diente. Dieser zweite Schacht war mit dem, heute demontiertem, Haspelaufzug ausgestattet.

Fahrtrum mit eingeschlagenen Stufen in der Zwischensohle (Bild Luisa Karrer)
Fahrtrum mit eingeschlagenen Stufen in der Zwischensohle (Bild Luisa Karrer)
Fördertrum  mit  Seilführungsholz  auf  halber  Höhe  in  der  Zwischensohle, Ansicht von unten nach oben (Bild Luisa Karrer)
Fördertrum mit Seilführungsholz auf halber Höhe in der Zwischensohle, Ansicht von unten nach oben (Bild Luisa Karrer)

Hauptgesenk

Das Hauptgesenk folgt der Erzschicht ab den schmalen Fristbaustrecken, in grosszügiger Breite, bis Sohle Sonch Michael I. Obere Bereiche nutzen die Schwerkraft mittels Abwurfschächte um das Material auf die Wagenstrecke Sonch Michael II zu transportieren.

Abwurfschacht  Zwischenkammer  im  Hauptgesenk  (Bild  Luisa Karrer)
Abwurfschacht Zwischenkammer im Hauptgesenk (Bild Luisa Karrer)

Indessen verfügte die untere Hauptgesenkhälfte über keinen Anschluss an eine tiefere Tagstrecke, vermutete Sonch Michael I. Wissenstand heute, Schutt welcher nicht in den alten Stollen Platz fand oder wertvolles Erz musste, in Schwerstarbeit, auf die Strecke Sonch Michael II gehievt werden. Wieso das heute bekannte Niveau Sonch Michael I nicht an die Tagesstrecke Sonch Michael I knüpft bleibt eines der grösseren Buffalora-Rätsel. Die Halde welche die verbrochene Tagesstrecke Sonch Michael I ankündigt ist riesig und das Material muss von irgendwo herkommen. Es ist auch durchaus denkbar dass unsere Erkundung ein möglicher Anschlusspunkt übersah. Tatsache ist, unter der grossen Hauptgesenkkammer schlummern immer noch, sporadisch entdeckte, schmale Abbaustrecken die gezielt einer feinen Erzader folgten. Des Rätsels Lösung könnt in solch einer Firlefanzstrecke verborgen sein. Auch ein lustiges Detail welches weitere Verstecke ankündigt, sind grosse Rundhölzer die an einer Seitenkammer Ebene Sonch Michael I aus der schlammigen Decke drücken.

Untere Hälfte des Hauptgesenks (Bild Luisa Karrer)
Untere Hälfte des Hauptgesenks (Bild Luisa Karrer)

Noch mehr Rätsel

Je mehr ich weiss desto weniger weiss ich, dieser Satz könnt lückenlos dieser unterirdischen Welt entsprechen. Klar ist, nicht ich noch sonst wer aus dem Freundeskreise dürfte im 16. Jahrhundert, während der Bergwerk-Inventar-Rückbauphase, der Markscheiderei amten. Die Tage des Bergwerksbetriebs sind noch voller Geheimnisse. Zwar lichtet sich allmählich ein recht klares Bild über den Bergwerksbetrieb anno 1500 doch wieso letztlich die Anlage, wahrscheinlich überstürzt, aufgegeben wurde, ist ein Rätsel. Klar indes dürfte fest stehen, mit zunehmender Konkurrenz aus den nahen Bergamo-Eisenminen sank die Rentabilität der Buffalora-Erzgruben. Insbesondere die immensen tauben Suchvortriebe ums Hauptbergwerk herum könnten zum finanziellen Todesstoss geführt haben.

Die Anlagen Sonch Rafael II bis Sonch Michael I befanden sich, meiner Meinung nach, in mitten einer ausgedehnten Rückbauaktion. Noch zu gebrauchendes Material wurde zusammengesammelt und in den Hauptstrecken verstaut. In einigen Grundstrecken, auf Einsturzhügeln, liegen Grubenholzdepots. Eher bessere Bretter, Laufbahnen, Kanthölzer warten an zentralen Stellen auf den Abtransport. Anderseits finden sich, verstreut in verschiedenen Zonen, diverse Verschleissmaterialbunker in denen der Bergmann, Ersatzstiele für seine Bergeisen deponierte. Kompositionen, Erztrog, Stiele, und zwei, drei Erzklumpen, liegen immer wieder auf. Es scheint als wäre der Bergbau, die Arbeit im Abbau, sehr hastig aufgegeben und infolge, durchaus wertvolles Kleinmaterial in den Stollen geblieben. Im Tiefengesenk, Erzgang 1 liegt eine Leder-Schuhsohle, ob der Knappe leichten Fusses dies unmögliche Loch verliess, ist mit ein weiteres, kaum entschlüsselbares Rätsel.

Die Strecke Rafael I, ziemlich bald ab ehemaligen Mundloch, verzweigt in eine, kurz endende taube Strecke und in eine Links abzweigende weiterführende ausgebaute Rollstrecke. Die kurze Stummelstrecke ist mit einem Bretterandreaskreuz abgesperrt. In Bergmannstradition galt das, im Stollen aufgebaute, Andreaskreuz nichts verheissungsvolles. Das Andreaskreuz warnte vor drohenden Gefahren, Einstürze, Abbrüche oder schlich vor bösen Geistern. Das überklettern des Andreaskreuz schein ich überlebt zu haben. Hinter dem Andreaskreuz verbirgt sich einzig eine klassische Zweimann-Vortriebsbaustelle, Strossenbau.

Einige Erzstücke sind an äusserst pittoresken Positionen deponiert. So sind etwa kleine Erzknollen auf, im Stollenprofil quer verkeilte Bretter, nahe Stollendach, platziert. Wieso dieses, qualitativ gute Mineral, an solch unzugänglicher Stelle, deutlich über Kopf, gelagert wurde ist nicht weiter selbsterklärend.

Ausgewählte,  deponierte  Eisenerzstücke  auf  Holzbrett. Am  Boden der gesamte Erzhaufen. (Bild Luisa Karrer)
Ausgewählte, deponierte Eisenerzstücke auf Holzbrett. Am Boden der gesamte Erzhaufen. (Bild Luisa Karrer)

Ein Reim könnte sein dass lange nach Bergwerkaufgabe vereinzelte Besucher gutes Erz ausbrachen und dieses an markanten Stellen versteckten. Es ist nicht von der Hand zu weisen, Eisenerz war ein begehrtes Gut. Zwar mag der aufwendige Buffalorabetrieb Ende 1500 nicht mehr rentiert haben doch dem einzelnen Abenteurer konnten die paar Mocken ein willkommenes Sackgeld bescheren. Mit dem Rückbau verschwanden auch die zahlreichen Leuchten welche die Förderstrecken minimal ausleuchteten. Spätere Erzsucher waren gänzlich auf ihr spärliches Geleucht, Frosch oder Fackel, angewiesen. Um die Fundstücke wieder aufzufinden deponierte der nachfolgende Besucher, die Klumpen möglichst Augennah.

Das Team

Ohne die Unterstützung zahlreicher Hände wär dies Forschungsprojekt kaum zu realisieren gewesen. Die Kurze Reise vom Tagesschacht zur obersten Strecke dauerte beschwerliche 60 Minuten und auch die jeweilige Ausfahrt war nicht minder entspannt. Materialtransporte, Seile, Strickleitern, zeitgemässe Gerüstbretter, waren regelrechte Abenteuer.

Transportteam vom Juni 2019 (Bild Luisa Karrer)
Transportteam vom Juni 2019 (Bild Luisa Karrer)
Prospektionsteam Herbst 2018 (Bild Luisa Karrer)
Prospektionsteam Herbst 2018 (Bild Luisa Karrer)

Die Nennung hier aller, an diesem Buffaloraprojekt, Beteiligter dürfte den Rahmen dieses Textes definitiv um Längen sprengen. Darum, in Kürze,

Grosses Dankeschön allen die mit dabei waren fürs Möglichmachen dieser Forschungsarbeit.

Die Autorin

Ich beschäftige mich inzwischen ein paar Jährchen mit Historischem Bergbau. Anschlaggebend für dies Interesse war, die zarte Kindheit und eine, recht wilde Familie die stark im Bergbau involviert war. Insbe-sondere mein Grossvater Eduardo wusste viele Anekdoten um den Bergbau von Almeria zu erzählen. Die Andalusische Region Almeria war somit auch immer wieder, in gestandenem Alter, willkommenes Feld meiner Forschungstätigkeit.

Luisa  steckt  im  Plaun  Gotschen-Mundloch  fest  (Selfie  by  Luisa Karrer)
Luisa steckt im Plaun Gotschen-Mundloch fest (Selfie by Luisa Karrer)

Als Handwerklich versicherte Person lang mein Interesse hauptsächlich im Erkunden der Lebens- und Ar-beitsumständen des einfachen Arbeiters. Die Frage wie was damals zustande kam und wie was damals funktionierte packte meine Neugierde. Anderseits bin ich eher ein Archivmuffel, meine Berufung liegt eindeutig in der Feldforschung.

Über die Jahre hinweg produzierte ich eine Unmen-ge an Texten und Blogartikeln zum Thema Bergbau. Gleichzeitig entwickelte ich, mit diversen Fachexperten, ein vertieftes Markscheider-Können. Einige Grubenpläne sind entstanden die heute im Bergbaumuseum Davos zu bestaunen sind.

Die Faszination Buffalora ergab sich, eher zufällig, nach einer, von den Bündner Bergbaufreunden und von den Amis da las minieras Val Müstair organisierte Exkursion. Damals sprang der Funke und die Idee war geboren tiefer in diese Geheimnisse zu blicken.

Quellen

Historische Hintergrunde, Positionen Bergbauspuren, Die Eisenberge am Ofenpass / Daniel Schläpfer (Verschiedene Ausgaben)

Weitere Historische Ergänzungen, Bergbauforschung Graubünden / Martin Schreiber www.bergbau-graubuenden.ch

Karten / Luftbilder Karte GIS GR, wms.geo.gr.ch Swissimage, wmts.geo.admin.ch

Luftbilder Hochauflösend, Christina Andersen

Einzelne Bilder, Elsbeth Rehm

Grafik Grubenhund, De re metallica libri XII / Georgius Agricola (Georg Bauer)

Links aus meiner Feder

Buffalora, schon wieder eine Geschichte
Buffalora, ein Plan entsteht
Buffalora, Hunde und sonstig Hochtechnologisches
Buffalora Ergänzendes
Buffalora Part II
Buffalorageleucht
Der Krucks mit dem Öllichtchen
Buffalora