Düstere Wolken über den Genossen

Oder, die Scheisse ist am dampfen, die Scheisse wird noch viel mehr dampfen

Und wie die Zeit verrinnt, als wärs gestern gewesen, damals, knappe 4 Jahre her, als wir, Christinchen und ich, gemütlich ein leckeres Paul-Bier an den Aussentischen im SP-Nahen Cafe Boy schlürfen wollten. Die Freude war von kurzer Dauer, wir sind herausgeflogen, namentlich vom betischten Aussenbereich der Sihlfeldstrasse. Die Begründung damals für den Arschtritt, das Fehlen einer aufgesetzten Hygienemaske.

Cafe Boy im 2025
Cafe Boy im 2025

Die Vollidioten gibt’s immer noch doch deren Macht und Sympathie bröckelt und dies bei jenen Bevölkerungsgruppen welche sie zu vertreten glauben.

Ich hab mich damals ausführlich zu diesem Rauswurf auf „Die Rebellen von gestern sind die scheiss Bünzlis von heute“ geäussert. An besagten Tage des 2021 prognostizierte ich den Sozialdemokraten und deren Sprüche eine sehr geringe Halbwertszeit. Die Distanz deren gegenüber für die sie glauben Einstehen zu müssen ist längst kolossal angewachsen. Tatsachen die, nicht minder elitäre, Cervelat-Prominente wie Samir neulich folgerichtig erkannten. Und doch sind sich die Genossen und Genossinnen nicht zu schade um weiterhin bescheuerten Gerechtigkeitsfloskeln vom Stapel zu schmeissen.

Jene die mit Händen wirken und dessen Arbeit allgemein als minderwertig taxiert wird, ich nenne diese Gesellschaftsgruppe die „dienende Kaste“, haben längst eine wuchtige Distanz zu den ewig gestrigen Sprücheklopfern kreiert. Mit dieser Entfremdung zur traditionell etwas zurückgebliebenen Akademiker-Sozialdemokratie büssten ebenso die klassischen Gewerkschaften an Basisverankerung ein. Gewerkschaften ein Instrument welches gewaltige Geldmengen anhäuft und sich Gebetsmühlenartig selbst legitimiert. Folglich haben die Gewerkschaften längst rein gar mix mit einer Arbeiterklasse am Hut. Einzige Funktion die ich aktuell erkenne, Raubtierkapitalismus fördernde EU-Verträge parlamentarisch durchzuboxen. Die Spezies Gewerkschaften sind, gemeinsam mit Politikern, Bildungsoligarchen und Sonstigen, in meinem Kastenmodel, im Kreise der „managenden Kaste“.

Die gesellschaftliche Spaltung  in „dienende Kaste / managende Kaste /  übermächtige Kaste“ ist längst nicht nur ein Pandemiemassnahmen-Produkt. Ein zunehmender Elitärismus machte sich bereits in Jahren vor Pandemiemassnahmen-Exzessen still und leise breit. Unbestritten jedoch Pandemiemassnahmen-Epoche war Umbruch und Paradigmawechsel. Diese Zeitepoche machte Zwangsmassnahmen salonfähig. Das Kastensystem zementiert, der freie Willen gebrochen und Repression längst Ethikkommission-Legitimiert. Demokratie, ein Instrument um der dienenden Kaste Sand in die Augen zu streuen. Die Sozialdemokraten in der Sandstreuer Vorzugsposition, quasi erste Reihe.

Eine aus der Studentenbewegung kommenden, heute mit reichlich akademischen Titeln ausgeschmückten, Bildungsoligarchie baute sich feine, grosszügig finanzierte Nester. Bereiche wie Bildungswesen, Staatsmedien, Sozialwesen und Stadtpolitik liegen in fester Hand solch elitärer Kreise, wie bereits genannt die „managende Kaste“. Der dienende Mensch zahlt ungefragt und unfreiwillig all diese Privilegien-Posten. Der Mensch, der schaffende Mensch, der Mensch welcher Schmutz an den Händen trägt ist in diesem Uhrwerk ein zu kontrollierendes, oft störendes Teil. Kontrolle wiederum ist des Sozialdemokraten Lieblingsthema. Die Technik wird’s richten und die elektronische Fussfessel solle flächendeckende Anwendung finden. Das kleine Smartphönchen ist da schon mal en attraktiver Anfang.

Schöne Aussichten

Und doch, die gute Nachricht, wir, die dienende Kaste, sind befähigt um Umgang mit Ammoniumnitrat.

Wir werden uns die Sihlfeldstrasse und viele weitere Strassen mehr, zurückerobern.  

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