Das Jahr des Arschlochs

Es sind immer wiederkehrende Ereignisse, respektive überflüssige Zeitgenossen, die mich jäh aus dem Elfenbeinturm meines kreativen Daseins reissen. Dies Jahr häufen sich solch Ereignisse was letztlich meine Lust, ein allgemein zugängliches Gut zu produzieren, deutlich schmälert.

Insofern ein grosses Sorry all jenen Menschen die ganz ok sind, mein Schaffen ehrlich schätzen und gerne meine Seiten aufsuchen. Nach wie vor gedenke ich Zeugs zu machen und sei es nur um jene zu ärgern die mir Übles wollen, von denen gibt’s gegenwärtig einige.

Ohnehin, in diesem Lande, man nennt dies regionale Konstrukt ein „Rechtsstaat“ so wie sich ziemlich jede Militärdiktatur „Rechtsstaat“ nennt, herrschen abstruse Gesetzmässigkeiten. Es scheint so als müsste ich jeder erdenklichen Behörde Schutzgeld in den Rachen schieben nur um meine Selbstständigkeit zu bewahren. So Sprüche wie „Handels und Gewerbefreiheit“ schein ich aktuell gar nicht zu kapieren. Dies komische, freiheitlich anmutende Teil wird wohl so nen Privileg sein welches den ganz Reichen und Mächtigen zusteht. Die Fesseln des gleichgeschalteten Produktions-Zombies will man mir, mit eiserner Hartnäckigkeit, verpassen. Ich wehre mich was das Zeugs hält doch ich bin mir nicht sicher ob ich nicht auf ungewohnt harten Granit beisse.

So ganz nebenbei schnall ich ein Ausbleiben des längst überfälligen bewaffneten Aufstandes hinten und vorne nimmer. Ich dachte, in meiner Naivität (alt 80er-Luisa), eine Gesellschaft könnte unter genügendem Druck alle Fesseln brechen und neue gemeinschaftliche Lebensmodelle erkunden doch ganz anderes zeichnet sich ab. Jeder sein Eigenegoist, geil und smarti, will möglichst den Schwächeren effizient und ohne Gnade zu Brei stampfen.

Die Tage in denen Menschen in Produktive und Unproduktive aufgeteilt werden, sind längst gekommen. Tragisches weiterdenken dieses Gedankens, die zweite Menschengruppe wird im Schweinefutter enden den, logisch, die erste Gruppe verlangt nach viel Konsum, unter anderem in Form von Schweinefleisch . So einigermassen rational kann ich dies, sich einschleichende Phänomen nur mit einer, momentan ablaufender, Technikduft-Sinnesbetörung und einer Influenzer-Scheisse-Hirnaufweichung erklären.

Ich bin eine durchwegs friedfertige Person und akzeptiere dies Konstrukt „Rechtsstaat“ als möglicher Weg zur Kriegsvermeidung, was, so denke ich, absolutes Ziel sein sollte.  Und doch erkenne ich dass dies Konstrukt „Rechtsstaat“ Reiche und Mächtige zu ihren Gunsten formen. Jene die sich äusserlich der Gerechtigkeit verschrieben haben und dies an Wahlen lautstark nach aussen posaunen, sind längst Instrument der Macht und des Reichtums. Es gilt nur eines, Reiche und Mächtige wollen gefüttert werden, dazu verfügen diese über ein Heer an Instrumenten.  Solch Instrumente verpassen sich den Anstrich eines Parlaments und behaupten eine breite Volksgruppe zu repräsentieren. Ich glaub richtig Scheisse wird uns verklickert und jene dies nicht glauben, könnten übel enden.

Ich wetz mal vorläufig die Messer und baue, solange noch Geld auf meinem Konto liegt, auf dies äusserst dynamische, ganz und gar nicht zu meinen Gunsten, operierende Tier „Rechtsstaat“.

Und die Arschlöcher, sie sind Zahlreich und momentan die Speerspitze dieser destruktiven Mechanik. Mir bleibt nur eines, Warten auf bessere Zeiten und Wege finden um mich, unter Wahrung Rechtsstaatlicher Gesetzmässigkeiten, diesem System möglichst effizient  zu entziehen.

Und doch, ich lebe noch

Luisa

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