Architektur

Eine kleine Bildersammlung eindrücklicher Bauwerke und Areale teils mit dazugehöriger kleinen Geschichte.

Stabkirchen

Die Kleinfassung meiner Stabkirchengeschichte hier kurz zusammengefasst. Vielleicht finde ich die notwendige Zeit noch um ausgedehnter über diese faszinierenden Bauwerke zu berichten. Zwei Beispiele sind hier näher Illustriert aus Borgund und Hopperstad.

Stabkirche Borgund

Stabkirche Borgund

Stabkirchen sind entstanden in den Jahren 1000 bis 1300 in weiten Teilen Norwegens.

Damals waren Mönche aus Irland und Deutschland, mit Unterstützung des Heiligen Stuhls und teils der Norwegischen Könige, im Landesinnere unterwegs zur Christianisierung der Wikingerstämme. In jener Zeitepoche entstehen interessante kulturelle Synergien zwischen den, technologisch sehr fortschrittlichen, Wikingervölker und einer finanzpotenten katholischen Macht. Doch entgegen den klimatologisch günstigen und topografisch bequemem Verhältnissen Mitteleuropas, schlägt den Mönchen mit den Geldbörsen voller Goldmünzen, ein rauer, kalter Nordwind um die Ohren.

Die Folge, im Gegensatz zu Zentraleuropa wo die Bekehrung gerne mittels Schwert und Scheiterhaufen vollzogen wurde, war im damaligen Norwegen Offenheit und kulturelle Flexibilität gefragt.

Es entstanden Sakralbauten die von einer hohen Baukunst der damaligen Wikingervölker zeugen. Genannt die Stabkirchen, welche im 14ten Jahrhundert in der Zahl rund 1000, übers ganze Norwegen verteilt waren. Heute sind auf Norwegischem Boden nur noch 28 derer erhalten. Vorwiegend jene die mittels baulichen Massnahmen, wie ein vom Boden abgesetztes Steinfundament und einer effizienten Baumharzimprägnierung, überstanden mehr oder minder, wohlauf den Zahn der Zeit.

Die Drachen auf Hopperstad

Die Drachen auf Hopperstad

Ein Element welches von den Wikinger-Religionen in die Katholischen Gotteshäusern einfloss war der Drache welcher Giebelenden wie auch Eingangsportale oder Türumfassungen ausgiebig verziert.

Eingangsrahmen auf Hopperstad

Eingangsrahmen auf Hopperstad

Die Umrahmung der Eingangstüren ist reich verzieht mit Schnitzereien und Reliefs. Diese Tür befindet sich an der Stirnseite der Kirche gegenüber des Altars. Eine zweite Tür eher bescheiden verziert war oft an der Seite angebracht. Diese zweite Türe war als Einlass denn Gemeindemitgliederinnen bestimmt. In damaliger Zeit herrschte strickte Trennung zwischen Männern und Frauen in Kirchenbauten.

Laubengang

Laubengang

Der um die Kirche herum angelegte, gedeckte Laubengang war den Ausgestossenen, wie Leprakranke, zugänglich. An denn Wänden zum Kirchenraum finden sich einige Holzbohrungen durch welche das Geschehen, zumindest Akustisch, mit verfolgt werden kann respektive mit verfolgt werden konnte. An jenen besagten Holzwänden sind noch heute zahlreiche eingeritzte und eingeschnitzte Familienzeichen, damalig von Gott Verlassenen, auffindbar.

 

 

 

Innenraum Borgund

Innenraum Borgund

Der Innenkörper einer Stabkirche baut, wie dem Namen zu entnehmen, auf Pfähle, respektive des Norwegischen übersetzt, auf Stäbe auf. Die Stäbe, 12 Hauptstäbe, denn 12 Aposteln entlehnt, welche aus über Jahre hinweg getrocknete Baumstämme stammen, sind Hauptstützelemente Kirche insbesondere des Daches. Versteift ist die Konstruktion einerseits durch die verzierten Querstreben anderseits mittels aus Wurzelholz geschnittenen Winkeln.

Altar Borgund

Altar Borgund

Der Altarbereich ist im kleinen Vorbau, ähnlich den hier geläufigen Kirchen, platziert. Beleuchtet wird dieser durch das einzige Fenster welches auf der gegenüberliegenden Seite oberhalb des Haupteingangs, Eintritt der männlichen Gläubige, im Giebelbereich eingebaut ist. Somit spielt die Ausrichtung der Kirche zur optimalen Ausleuchtung des Alters zur gewünschten Stund eine elementare Rolle. Meist zeigt die Fensterseite auf Westen so das die Nachmittagssonne den Altar optimal ausleuchtet. Zusätzlich sind im Altarbereich kleine verschliessbare Türchen eingebaut die bei Morgensonne für eine Altarausleuchtung sorgen.

Die noch existierenden Stabkirchen werden heute vom Verein für Denkmalpflege erhalten und gepflegt.

Tessiner Architekturansichten

Es ist zweifelsohne das Tessiner Ecklein vollbespickt mit edelster Baukunst. Über alle Zeitepochen hinweg gabs für mich viel zu Staunen. Klar das hier weniges meiner Impressionen Platz beanspruchen kann.

Erstmals jedoch einige lockere fotografische Impressionen aus der Stadt Locarno ehe ich mich ernsthafterer Architektur zuwende.

Jugendstillvilla Locarno

Jugendstillvilla Locarno

Hangwärts finden sich einige eindrückliche Jugendstillvillen die ohne deren genauer Herkunft zu kennen durchaus hier Erwähnung finden.

Wohn und Geschäftshaus Locarno Altstadt

Wohn und Geschäftshaus Locarno Altstadt

Auch erwähnenswert, wenn doch auch so unbekannt, das Wohn und Geschäftshaus in der City von Locarno. In etwa auch Jugendstillbauepoche indes mit reich bemahlter Fassade. Im Haus in heute die Sportabteilung des Manors untergebracht.

Geschäftshaus "La Ferriera" Locarno

Geschäftshaus „La Ferriera“ Locarno

In Locarno bleibend, diesmal im rechtwinklig angeordnetem Neuteil, ein 6-Geschossiges Geschäftshaus mit vorgestellter Stahlfachwerk-Ummantelung. Eigentlich sind es eher zwei rechteckige Häuser die mit einer Deckplatte verbunden sind. Beide Quader wiederum werden mit der filigranen  Stahlkonstruktion zusammengehalten. Und entgegen der Annahme das dies Stahlgitter einzig der Zierde dient tragen die Aussengitter die jeweilig mit Trägern verbundenen Stockwerke. Das vom Tessiner Architekten Livio Vacchini gebaute Geschäftshaus verbindet raffinierte Funktionalität mit schlichter Ästhetik, sinnigerweise nennt sich dies Bauwerk, anlehnend an die spektakuläre Stahlkonstruktion,  „La Ferriera“ was zu Deutsch „das Eisenwerk“ heisst. Mein Bild zeigt das von innen her sichtbare Stahlgitter aus dem öffentlichen Durchgang heraus fotografiert.

Interessante Links hierbei,
Das Architekturbüro Studiovacchini.ch
Wikieintrag des verstorbenen Architekten Livio Vacchini
Die Hauswebseite Ferriera.ch
Mein Blogbeitrag zum Thema Locarno

Wer sich im Tessin herumtreibt und ein ausgesprochenen Architekturfetisch  sein eigen nennt kommt unmöglich ohne nähere Erkundung an Mario Botta vorbei. Unser Objekt der Begierde steht in einem unscheinbaren Ort genannt dieser Mogno und kann zugeordnet werden in die Abteilung Sakralbauten.

Chiesa di San Giovanni Battista Mogno

Chiesa di San Giovanni Battista Mogno

Genannt hier die kleine Kirche Chiesa di San Giovanni Battista welche das 1636 erbaute und  1986 nach einem Lawineniedergang komplett zerstörte Gotteshaus heute ersetzt.

Auf meinem Bild die Ansicht des Läutwerks aufgebaut am abgeschrägten Eingangsportal welches zugleich als Wassertreppe dient. Hierbei bemerkend, weitere Fotos und Hintergrundinformationen auf meinem Blog unter Das Maggiatal anno 1600

Link auch hierbei
Mario Botta

Gasometer Schlieren

Gasometer Schlieren

Gasometer Schlieren

Als Kohle noch von weit oben, genannt 1870 Meter über Meer, Schlafegg und andere Gruben, sich in Schlieren zum Ausgasen versammelte. In Schlieren war Kohle zu Stadtgas für die Leitungsnetze der Stadt Zürich vergasst worden. Heute, da nur noch Erdgas im Netze fliesst, ein einziger Zeuge, das Gasometer vor Schlieren thronend.

Üetlibergturm

Üetlibergturm

Üetlibergturm

Üetlibergturm einfach nur ein schönes Foto eines durchaus schönen Bauwerkes hoch zu Zürich.

Sihlcity

Sihlcity 2008

Sihlcity 2008

Sihlcity Bahnsteig Saalsporthalle, damalige auf dem Areal stehende Industrieanlagen genannt Sihlpapier

Mannheim

Wasserturm Mannheim Ostern 2009

Wasserturm Mannheim Ostern 2009

Der Mannheimer Wasserturm trennt die Innenstadt welche innerhalb eines Hufeisens quadratisch aufgebaut ist in zwei Erschliessungshälften. Sinnigerweise dies im Rechten Winkel zur Stadtachse, aber erstmals der Reihe nach. Mannheim ist eine der wenigen Städte in welchen Industriedynastien, BASF und co und vorgängig die ansässigen Adeligen mächtig viel Einfluss auf die Stadtentwicklung ausübten. Die Strassenzüge in der Altstadt ca. von 1790 sind, in einer Hufeisenform, Quadratisch angeordnet. Die Strassenquadrate sind Richtung Nordost von A bis U durchbuchstabiert das Schloss bildet den Nullpunkt und gleichzeitig die Achse der Stadt. Von der Achse Richtung Nordwesten sind die Sektoren von 1 bis 8 durchnummeriert dies wiederholt sich im Teil von der Stadtachse weg Richtung Südosten. Auf dieser Seite jedoch beginnend bei 1 und endend bei 15. Folglich beginnt die Innenstadt beim Sektor A1 und endet beim Sektor U6. Der Mannheimer Wasserturm mit einer Höhe vom 60 Metern, Baujahr 1889, ca 50 Meter Wassersäule, lieferte damalig das Trinkwasser über den Stadterschliessungshauptstang welcher im rechten Winkel zur Stadtachse das Hufeisen entzweite.

Strassennetz Mannheim (Grossmachen, Anklicken)

Strassennetz Mannheim (Grossmachen, Anklicken)

Erst der weitere Zusammenhang des Wasserturms innerhalb der Stadtarchitektur macht deren Besonderheit aus. Der Wasserturm als Wahrzeichen des technologischen Fortschritts in der Jahrhundertwende und das Schloss, damalig Residenz der Kurfürsten von der Pfalz, erbaut in den Jahren 1720–60, als Symbol weltlicher Macht, definieren die Stadtachsen.

Interessantes
Mannheim Luftbild Google
Mannheim Wiki

Guggenheimmuseum Bilbao

Guggenheimmuseum Bilbao Herbst 2008

Guggenheimmuseum Bilbao Herbst 2008

Das Guggenheimmuseum in der schönen Stadt Bilbao, mehr zu der damaligen Reise auf der Spanienseite

Primetower

Primetower bei Nacht 2010

Primetower bei Nacht 2010

Der Blick von meiner Dachterrasse aus offenbart die kommenden Hochhäuser der Stadt.

Frankfurt

Frankfurt vom höchsten Turm aus betrachtet Ostern 2010

Frankfurt vom höchsten Turm aus betrachtet Ostern 2010

Die Sicht vom Frankfurter Messeturm auf die Stadt hinunter.