Die Seemühle

Vorwörtliches

Es ist sprichwörtlich eines der verworrensten Geheimnisse der Schweizerischen Bergbaugeschichte welches mir je begegnete. Vielleicht die noch aktuelle nachhallende, gewissermassen tragische Familiengeschichte der Borners und damit verknüpft die mögliche Tatsache  das allesamt aus den beschaulichem Städtchen Walenstadt so etwas wie Dreck am Stecken mit sich tragen, vielleicht aber auch die rotierende Hochfinanz welche mach Familienbetrieb regelrecht plattete, verpassen diesem Untertagebau, ansehnlicher Grösse, die kaum fassbare Mystik.

Seemühle Kalköfen um 1930 (Bildquelle www.sarganserland-walensee.ch)

Seemühle Kalköfen um 1930 (Bildquelle:  www.sarganserland-walensee.ch)

Ich hierbei irgendwie so halbwegs eingespannt, der Neugierde willen, kann wohl kaum einzig eine Geschichte auf Fakten aufbauen. Zuviel dieser Fakten waren weggesprengt worden und zu Emotionell involviert bin ich in Entwicklungen die keineswegs nur schönes hervorbrachten. Trotzdem will ich versucht sein die Geschichte der Seemühle möglichst getreu nachzuzeichnen.

Es ist hier eine Mischung aus Publikationen, persönlichen Gesprächen, gemachten Beobachtungen und Kartografische Auswertungen die folglich in meinen Artikel einfliessen. Die Quellenangaben finden sich wo nichts vermerkt zuunterst. Um das Persönlichkeitsrecht  aktuell Betroffener zu waren sind deren Vornamen per Anfangsbuchstaben gekürzt.

Any, viel Spass Euch Leser und Leserinnen.

Der Beginn irgendwo um 1800 plus

Mundloch alter Abbau

Mundloch alter Abbau (Bildquelle: Reto)

Es ist längst am Hang des nördlichen Ufers des Walensees Kalkstein wie auch Tuffstein abgebaut worden. Vorhandene grosse Kavernen, einige 100 Meter oberhalb des Walensees, beflügeln 1860 Unternehmer, Nationalrat und Wohltäter Jules Huber zum industriellen Abbau des Gesteins. Plan hierbei, einerseits die Errichtung einer Zementfabrik anderseits den Aufbau einer Kalkbrennerei. Die Siegfriedkarte Stand 1887 weiss per Flurnamen von ehemaligen Kalkbrennereinen, so genannten Kalifornien, zu berichten.

Wie sich hierbei die genaue Entwicklung dieser Werke abzeichnete widerspricht sich zwischen Herrn Feilenhauer (Pseudonym) und Herrn P Gubser (Walenstadtchronikverfasser).  Ich selber erachte die Version von Herrn Feilenhauer passender zu meinen gemachten Bergbautechnischen Beobachtungen. Meine Kartenrekonstruktion entspricht daher eher der Feilenhauerischen Betrachtung.

Seemühle um 1886

Seemühle um 1886 (Grossmachen, anklicken)

Jules Huber, mit kaum Bergbauwissen ausgestattet, holt sich Bergbauingenieure  Tröger und Borner zur Errichtung des Bergbauunternehmens. Anfänglich werden in die vorhandenen Kavernen (2) und (3) Stollen tief in den Berg hineingetrieben. Zwischen den Stollen war anschliessend der Fels hinausgesprengt worden Es entstanden somit steigend im 20 Gradwinkel grosse Hohlräume. Um das Gestein weiterzuverarbeiten wurde dieses über Rutschen Talwärts befördert. Anschliessend waren die Rohmaterialien verteilt worden entweder an die Zementfabrik (1) oder an die ursprüngliche Kalkbrennerei (5). Spuren dieser Rutschen finden sich im Wald ziemlich genau unter dem Mundloch  (3).

Es beginnt eine technologische Hochrüstung

Wahrscheinlich knapp nach der Jahrhundertwende, inzwischen heiratete Bergbauspezialist Adolf Borner Adrienne Huber, beginnt eine technologische Aufrüstung der Anlagen. Mit Kapital und Landbesitz aus Hubers Familie wird die Kalkbrennerei am Ufer des Walensees errichtet. Weiter westlich entsteht eine Zementfabrik mit modernen Rohröfen. Der Alte Bruchweg wird kurzerhand, damit die Kalkbrennerei zwischen See und Stollenerschliessung West (3) hineinpasst, verschoben. Ein neuer Stollen wird neben der Kalkbrennerei  in den Berg getrieben.

Ein verheerender Felssturz, es wird gemunkelt durch eine überdimensionierte Sprengladung ausgelöst, versenkt 1911 die Zementfabrik unwiderruflich im Walensee. Diesen Schicksalsschlag weiss Adolf Borner gebührend zu vergolden und verkauft die Zementproduktion, versunkenes Zementwerk und das Abbaukontingent, an das aufsteigende Schmidheiny-Familien-Imperium  für 1 Million Franken. Schmidheinys bauen in Unterterzen ein erstes Zementwerk und setzen Schiffe für den Rohmaterialientransport über den Walensee ein.

Währenddessen in der neu gebauten Villa Borner zwei Söhne im Bergbauumfeld gross werden, genannt hierbei Max Borner und Raul Borner.

Während Max Borner in den Jahren um die 1930, mit aufstrebender Schmidheinydynastie, nach Südafrika reist, beabsichtigend hierbei ein eigenes Unternehmen aufzubauen, übernimmt  Raul Borner in der Seemühle die Führung. Inwiefern Raul tatsächlich führt respektive nur von  Adolf Borner an die kurze Leine gelegt wird, ist heute noch Gegenstand reichlicher Spekulationen.

Max Borner baut in den Folgejahren ein florierendes Backsteinwerk in Mosambik auf. Die Nähe zu Südafrika bringt ein guter Preis für Backsteinerzeugnisse während  die Arbeitskräftekosten im Rassengespaltenem Mosambik minim bleiben.

Der Krieg, die Borners und die hiesige 5. Kolonne

In Europa tobt mittlerweile ein 2. Weltkrieg mit all ihren bizarren Auswirkungen. Während Armeestrategen die totale Schweizer Festung zusammenplanen, wird gemunkelt das hiesige Nazi-Sympathisanten die Kalkbrennerei, mit Ihren vier Leistungsfähigen Öfen, zur Beseitigung möglicher oppositioneller Kriegsverlierer, im Auge hätten.

Militärspital Lochezen

Ein Militärspital wird in die oberen ältesten Kavernen hineingebaut.

Seemühle um 1943

Seemühle um 1943 (Grossmachen, Anklicken)

Inzwischen ist der untere Basisstollen (10) bis zum antiken Abbauort (3), wo das Spital zu stehen kommt, durchgestossen.  Das Militär hegt hierbei Pläne den auf dessen Pläne wird die Verbindung geflissentlich verschwiegen.

Unterirdisch werden etliche Zwischensilos um den Kalk möglichst effizient hinauszufahren, errichtet. Im alten Teil (3) baut die Armee wie erwähnt ab 1941 ein Militärspital ein. Dies chirurgische Feldspital wächst bis zu deren Abbruch 1947, kontinuierlich an. So wird ergänzend zum Fahrweg eine Materialseilbahn (5) für die Versorgung des Spitals aufgebaut.

Währenddessen in Mosambik die portugiesische Kolonialmacht um 1950 allmählich ins wanken gerät. Die Widerstandsbewegung der schwarzen Mehrheit FRELIMO gewinnt an Einfluss. Max Borner und dessen, inzwischen gewachsenen, Familie müssen das Backsteinwerk aufgeben und kehren in die Schweiz zurück namentlich ein Zurück in die Seemühle.

Die wilden 60er

Zwischen den zwei Brüdern Max und Raul entbrennt ein heftiger Streit obschon Adolf Borner, so wird erzählt, an dieser Konfliktsituation keineswegs unschuldig war.

Seemühle um 1960

Seemühle um 1960 (Grossmachen, Anklicken)

Ein weiterer Umbau der Anlagen solle helfen den maroden Betrieb wieder auf Hochtouren zu bringen. Hinzukommend müssen die aus Mosambik zurückgekehrten in der Villa untergebracht werden. Die Villa (14) wird erweitert, auch die Absackerei und die Kalk-Abfüllanlage, erfährt eine Reformation. Indes bleibt der Fortschritt Untertags stehen. Und während die Schmidheinys mit ganz grosser Kelle anrühren scheint der eigentliche kommerzielle Betrieb der Borners allmählich in den Dornröschenschlaf einzutauchen.

Verladesilo Zementwerk Unterterzen

Verladesilo Zementwerk Unterterzen

Gleichwohl bauen die Schmidheinys  eine moderne Verladeanlage (8) am Seeufer wo einst das alte Zementwerk stand. Dies Verladesilo war gespiessen von einem langen Förderband (7) welches wiederum das Rohmaterial aus einer Art Staumauer (6) heraus sog. Auch wird Untertage alles Rollmaterial auf 60er Spurweite ausgebaut. Moderne Akku-Stadler-Lokomotiven ziehen fortan die schwer beladenen Grubenhunte welche Steinzeugs fürs Unterterzenzementwerk fördern.

Während um die Villa Einiges an lebensversüssendem Schnickschnack entsteht, ein Bootshaus (17), eine schmucke Weiheranlage ein prächtiger Villenvorplatz, sind Unterirdisch 50er Spurbreite, altertümliche Kipploren, und offene 220 Volt  Freileitungen, dominant. Anhand vorgefundener Spuren wird in den späten 50er Jahren nur noch am tiefstliegendem Stollen, Niveau Basisstollen weiter gebohrt die komplexen Siloanlagen vergammeln . Die Behauptung wonach die Nachfrage nach Kalk durchaus vorhanden war jedoch die Borners jene vom Markt gewünschten Mengen nicht liefern konnten, scheint mir, anhand vorgefundener Bergbauspuren, durchaus nahe liegend.

Grubenplan Seemühle

Grubenplan Seemühle (Grossmachen, anklicken)

In den Jahren 1964 bis 1968 erliegt die Bergbautätigkeit. Die Bornerische Unternehmung scheint in denen Jahren zunehmend finanzielle Probleme zu haben.

Über den nun folgenden Weiterverlauf der Geschichte scheiden sich die Geister. Die Rekonstruktion als solches wird durch die Anwesenheit Direktbetroffener  umso schwieriger.

Es heisst die Seemühle Borner AG hätte den Konkurs eröffnet, indes finden sich keinerlei Spuren für den besagten Konkurs. Sicher ist, die Zahlungsschwierigkeiten nehmen zu. Max und Raul Borner trennten sich eher in Unfrieden. Die Zementwerke Unterterzen, welche klar den Schmidheinys gehören, geben zunehmend den Ton an.

Gesichert ist, verschiedene Quellen, eine Schmidheinysche Gesellschaft genannt hier die Firma Calfur, tritt auf den Plan und erwirbt die Seemühle mit dem zusammengehörenden Kalkabbaukontingent von 15% des Schweizerischen Bedarfs für 250 000 Franken. Vom wem indes ist nicht klar gesichert auch unklar bleibt wie das Kalk-Kontingent ohne Einbezug der Gemeinde, die Stollen befinden sich auf Gemeindeboden, in Schmidheinysche Besitztümer geriet. Was anno 1964 für Verknüpfungen und vor allem was für Machtverhältnisse vorherrschten, bleibt unklar. Direktbetroffene erzählen das die Borners zu jener Zeit in Tat und Wahrheit überhaupt keine Einflussnahme auf die Verkaufsetwicklungen mehr hatten.

Wenig später im Jahre 1968 werden die Gebäude der Kalkbrennerei, der Absackerei und zuletzt der Villa durch die Genietruppen gesprengt.

Das Grundstück welches Schmidheiny mit der Scheinfirma Calfur erwarb veräusserte dieser wenig Später an die Armee für stolze 1 Million Fränklein. Das Kontingent von 15% des Schweizerischen Bedarfs indes blieb dem Schmidheinyschem Imperium erhalten und floss letztlich heute in die Holcim ein.

Und heute ?

Seemühle um 2012

Seemühle um 2012 (Grossmachen, anklicken)

Es ist, heute erwiesen und bewiesen, Grundbucheinträge, das Areal auf welchem die Absackerei, die Villa und die Arbeiterhäuser einst standen gehört der Armee. Heute ist dies Grundstück genannt Seemühle und Kaliforni an den Weinproduzenten Eberle Weine verpachtet. Auf diesem findet sich gegenwärtig ein ausgedrehtes Weingut (10).

Stollen Strecke Ost (Bildquelle: Matthias)

Stollen Strecke Ost (Bildquelle: Matthias)

Die restlichen Grundstücke, insbesondere jene oberhalb der Stollenanlagen, sind im Besitze der Ortsgemeinde Walenstadt. Die Stollen sind alle grösstenteils intakt wenn doch eher gefährlich zur Befahrung. Auch grösstenteils vorhanden, die Abbauanlagen der Zementwerke Unterterzen. Indes ist das Zementwerk selbst dem Erdboden gleich gemacht. Dieses musste einer nicht besonders architektonisch wertvollen Überbauung weichen. Für dessen Ersatz steht heute ein mächtiges Zementwerk in Untervaz.

Steinschlagnetzversuchsanlage Lochezen

Steinschlagnetzversuchsanlage Lochezen

Im Offenen Steinbruch steht heute eine Steinschlagnetz-Versuchsanlage (4) die vom Swiss Federal Research Institute WSL unter der Leitung von Axel Volkwein betrieben wird.

Erkenntnisse

Die damalige gewachsene Walenstädter Bergbauindustrie beherbergt noch heute eine Vielzahl von Mysterien. Vielleicht die doch sehr aktuelle Geschichte erschwert zusätzlich die halbwegs seriöse Spurensuche. Zu viele Gemühter scheinen bei weitem nicht Vergangenes abschliessend bewältigt zu haben.

Mundloch Seemühle

Mundloch Seemühle

Interessant, der zweite Bergbauingenieur Tröger scheint von den Steinen verschluckt worden zu sein. Kaum findet dieser Herr irgendwo weitere Erwähnung obschon auch dessen Zutun massgeblich für die Walenstädter Geschichte verantwortlich ist.

Die Diskrepanzen zwischen informierten Personen, hier genannt insbesondere Herr Feilenhauer (Pseudonym) und der Walenstädter Chronik von Paul Gubser sind unbestritten. Meine Beobachtungen, insbesondere unter Tage stimmen teils nicht mit denn Texten in der Walenstädter Chronik überein. Auch der beschriebene chronologische Bergbauverlauf kann nur bedingt stimmen.

Die Heirat zwischen Adolf Borner und Adrienne Huber schien, meine Annahme, nicht allen Walenstädter zu passen. Die Tatsache dass die Hubers als Wohltäter in die Lokalgeschichte eingingen, könnte hier zusätzlichen Missmut gesät haben.

Der Verkauf des versenkten Zementwerkes scheint irgendeinstig weitere Konflikte hervorgebracht zu haben denn es findet sich ein Bundesgerichtsurteil vom 27.5,1915. Es bleibt indes dies Urteil einer genaueren Prüfung ehe mir sich hier alle Fragen klären.

Bergbaukompressor Lochezen

Bergbaukompressor Lochezen

In der Gegenwart tummeln sich einige Personen die sehr widersprüchliche Aussagen zum Niedergang der Seemühle machen. Insbesondere das Hobby der Fliegerei welches Raul Borner pflegte ist immer wieder Gegenstand gehegter Kritik. Während die Arbeitsverhältnisse im Bergwerk desolat waren, gar tatsächlich ein Umfall mit tödlichem Ausgang in Neuzeit (um die 50er) bekannt ist, seien die Borners mit den noch vorhandenen Kapitalien äusserst verschwenderisch umgegangen. Teure Hobbys so wird gemunkelt, seien letztlich mitverantwortlich gewesen für den Fall dieser Industrie.

Gegenteilig jedoch, der Exponent  dieser Theorie, sich gegenwärtig immer noch mit dem Pseudonym Feilenhauer herumbewegt. Einige Publikationen zum Thema Seemühle, nicht nur auf meinen Seiten, sind  von diesem Herrn zu finden. Gar nennt dieser Schreiber, welcher zweifelsohne die Geschichte sehr genau zu kennen scheint,  eine Webseite welche unter dem Pseudonym Feilenhauer auftritt, seine eigen. Die Frage stellt sich mir, wieso dies Pseudonym Feilenhauer?

Bruchsteinstaumauer Lochezen

Bruchsteinstaumauer Lochezen

Die Rückkehr von Max Borner war, so wird berichtet, ein weiterer Konflikt welcher trotz Villaerweiterung nie Lösung fand.

Es ist viel über Konkurs berichtet worden doch genauere Unterlagen, Informationen zum besagten Konkurs der Borner-Unternehmungen sind mir keine in die Hände gefallen. Gar geneigt bin ich zu glauben das sehr individuell je nach gewünschter Vergangenheit die Geschichte hin und her gebogen wird.

Walenstadt war nie ein Eck in welchem ich mich Gastfreudlich aufgenommen fühlte. Im Sommer schien mir der Gang entlang der Seepromenade gar wie ein Spiessrutenlauf vorzukommen. Als Fremde tat ich in jeder Gastwirtschaft wie ein bunter Hund auffallen.

Einzig vielleicht die sympathische Mithilfe des  Grundbuchverwalters tat mein eher negativ geprägtes Bild des Walenstädters wieder etwas korrigieren.

Um dies Industriewerk war einiges krumm gelaufen. Adolf Borner, von Solothurn kommend, dürfte wahrscheinlich Gleiches wie ich empfunden haben beim Spaziergang über die Seepromenade. Verantwortliche und Unverantwortliche waren zugegeben freudig begeistert an der Sache beim Kappen der Stromleitungen welche die Villa Borner mit Elektrizität versorgten. Unschuldige in dieser, nicht über jeden Zweifel, erhabene Geschichte dürften in Walenstadt keine zu finden sein.

Und auch jene Schmidheinysche Familiendynastie war nicht mit Samthänden unterwegs.

Die Vielvölkerkultur eines Dorfs welches gerne eine Stadt gewesen wäre bietet so richtig Zündstoff. Noch bleibt unklar was die 5. Kolonne dortig zu gacksen hatte. Klar ist, irgendwann gabs ideologische Kriegsverlierer.

Die Begeisterung mit welcher Genietruppen relativ fix und unkompliziert alle Bauwerke aus Borners Unternehmertum wegsprengten wirft erneut tausend Fragen auf. Der bis heute einzige auffindbare Grubenplan stammt aus meiner Feder. Wenn nicht hierzulande ein Büro für Bergbau minutiös alle Bergbauaktivitäten dokumentierte, würde mich dies nicht weiter verwundern. Doch auch dortige Herren aus Bern scheinen nichts gesammelt zu haben.

Update Grubenplan Version 1.3.2014

Es ist zweifelsohne noch heute mir kein aktueller Grubenplan zum mächtigen Werk am nördlichen Walenseeufer bekannt. Folglich wars an der Zeit die gewonnenen Daten wieder etwas zu vervollständigen.

Aus zwei weiteren Befahrungen ist ein neues Übersichtswerk entstanden welches etwas genauere Auskunft über die vorhandenen Abbaustollen geben sollte.

Grubenplan Seemühhle Stand 1.3.2014

Grubenplan Seemühhle Stand 1.3.2014 (Plan gross machen, Plan anklicken)

Die Fahrstollen welche einst mit Schienen ausgestattet waren, sind farbig von Rot bis Dunkelblau dargestellt. Die Abbaubereiche wiederum sind als doppelt schraffierte Fläche gekennzeichnet.

Die roten Fahrstollen, aus Schmidheinys Imperium, waren mit 600mm Spurbreite Stollenbahn, Gubenhunte, ausgestattet. Alle weiteren Farben gehörten zur Borner Familiendynastie und waren auf 500mm Stollenbahn, Kipploren, ausgebaut.

Schnitt Grubenplan Seemühhle Stand 1.3.2014

Schnitt Grubenplan Seemühhle Stand 1.3.2014 (Plan gross machen, Plan anklicken)

Die ungefähre Schnittdarstellung symbolisiert das Kalkabbaufeld (grauer Bereich) mit deren Fahrstollen. Ersichtlich hierbei die steigenden Fahrstollenhöhen, rechts blau steigend auf links rot.

2016, ein wirklich gemessener Grubenplan

Es war die neuliche Befahrung mit Gemeindevertretern Walenstadt und weiteren interessierten Gruppen was mich veranlasste diese unüberschaubare  Unterwelt in eine vermessen, gezeichnete Form zu pappen. Die Lebensaufgabe startete im 2016 gemeinsam mit einigen Bergbaufreunden. Dank moderner Technik in Form des Disto X2 von Beat Heep und dem Topodroid von Marco Corvi war den auch bald eine passable Zeichnung des untersten Feldes zusammengeschneidert.

Grubenplan Seemühle

Seemühle Feld 1 Grubenplan, Stand 22.12.2016

Quellen:

  • Herr Feilenhauer (Pseudonym)
  • R. Borner
  • U. Borner
  • P. Gubser, Walenstadtchronik
  • Vorarbeiter Kappeli

Relevante Vorgeschichten aus meinem Blog
Das Tor stand offen
Seemühle überall
Seemühle, was war? ,
Die Geheimnisse der Seemühle
Seemühle Borner AG
Das Geheimnis des Steinebrechers

Bilderseite zu den Werken
Seemühle